Immofinanz in den USA erfolgreich

9. März 2003, 19:04
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Die Immofinanz steht kurz davor, ihre erste Apartmentanlage in Houston zu verkaufen - 70 Prozent der Woh- nungen sind, kaum fertig, schon vermietet

Houston - In Houston, Texas, wurde die erste von insgesamt drei Apartmentanlagen der Immofinanz mit insgesamt 900 Wohnungen fertig gestellt. San Melia, so deren Name, hat 252 Apartments, 70 Prozent davon sind bereits vermietet, bis Ende April soll die Anlage voll sein. Die 68 bis 114 m² großen Wohnungen (Küche und Bäder sind komplett eingerichtet) werden zwischen 865 und 1235 Dollar im Monat vermietet. Das entspricht etwa einer Miete von 11,2 Dollar/m² inklusive Betriebskosten.

Karl Petrikovics, Chef der von der Constantia Privatbank gemanagten Immofinanz, wird aller Voraussicht das Angebot eines deutschen Fonds annehmen und San Melia verkaufen. Das bedeutet, dass die Immofinanz, die fünf Mio. Dollar Eigenkapital einsetzte, drei Mio. Dollar Profit machte. Bei einer Besichtigung der Apartments bezifferte Petrikovics die Rendite auf die gesamte Immobilie mit rund 9,5 Prozent, während vergleichbare österreichische Immobilien fünf bis 5,5 Prozent bringen. Der Eigenmittelanteil pro Anlage liegt jeweils bei 25 Prozent, der Rest wird fremdfinanziert. Die Banken finanzieren in Houston Immobilien derzeit fix auf 30 Jahre mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent.

105 Millionen Dollar Gesamtkosten

Das Baumanagement für die Immofinanz vor Ort macht Süba, deren Schwester auch in Österreich als Bauträger tätigen ist. Bis Dezember werden die beiden Anlagen Eldrige Tower und Galeria fertig. Die Gesamtkosten für alle drei Anlagen bezifferte Petrikovics mit 105 Mio. Dollar, 65 Prozent finanziert die Immofinanz, 25 Prozent private österreichische Investoren und die restlichen zehn Prozent Süba.

Entscheidend für das Engagement in Houston (4,1 Millionen Einwohner, Zentrum der Ölindustrie und des weltweit größten medizinischen Zentrums) war für Petrikovics das starke Einwohnerwachstum mit 60.000 bis 100.000 neuen Nachfragen pro Jahr. Billige mexikanische Arbeiter machen es möglich, dass Einfamilienhäuser für 1000 Dollar/ m² gebaut werden können. 30.000 davon werden in Houston jährlich erreichtet. Und zu den 452.461 Mietwohnungen kommen jährlich 6000 neu dazu; die Durchschnittsmiete beträgt 615 Dollar. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe 10.3.2003)

  • Die erste Apartmentanlage der Immofinanz in Houston: San Melia mit 252 Wohnungen.
    foto: immofinanz

    Die erste Apartmentanlage der Immofinanz in Houston: San Melia mit 252 Wohnungen.

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