Kritik an fehlender Kontrolle über US-Waffen

12. Februar 2009, 20:30
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US-Rechnungshof: Verbleib zehntausender Waffen unklar

Washington - Die US-Armee hat in Afghanistan einem offiziellen Bericht zufolge den Überblick über den Verbleib zehntausender Waffen verloren. Dem Pentagon sei es nicht gelungen, geschätzte 87.000 Waffen wie Sturmgewehre und Granatenwerfer ausfindig zu machen, die der afghanischen Regierung von der US-Armee zur Verfügung gestellt worden seien, warnte der Rechnungshof des US-Kongresses in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Ebenso unklar sei der Verbleib von weiteren 135.000 Waffen, die den afghanischen Sicherheitskräften von anderen NATO-Ländern übergeben wurden.

"Angesichts der instabilen Sicherheitslage in Afghanistan ist das Risiko eines Verlusts oder Diebstahls der Waffen erheblich", hieß es in dem Bericht des Government Accountability Office (GAO). Sobald die Waffen der afghanischen Regierung übergeben werden, führt das US-Militär demnach weder Buch über die Ausrüstung, noch werden die Bestände geprüft. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die Waffen in die Hände radikaler Gruppen wie den Taliban gelangten. In der gesamten Lieferkette gebe es Mängel, die besonders dem Fehlen klarer Anweisungen aus dem US-Verteidigungsministerium zuzuschreiben seien, kritisierte der Rechnungshof. (APA/AFP)

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