FPÖ: Kontrollamt soll Prater-Gesellschaften erneut prüfen

12. Februar 2009, 20:20
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Stadtregierung hätte schon vor Ausschreibungen von Geschäftsführerposten Entscheidungen getroffen

Wien - Die ehemalige Stadt Wien Marketing und Praterservice GmbH - jetzt aufgeteilt in Wien Prater Service GmbH und Wien Marketing GmbH - soll erneut Untersuchungsgegenstand des Wiener Kontrollamts werden. Die Freiheitlichen wollen dazu einen Antrag stellen. FP-Klubchef Eduard Schock warf der roten Wiener Stadtregierung am Donnerstag vor, schon vor Ausschreibungen von Geschäftsführerposten Entscheidungen getroffen zu haben.

Konkret geht es um die Bestellung der Geschäftsführer für die beiden Gesellschaften. Der bisherige Geschäftsführer Georg Wurz, ist seit Jänner 2009 Leiter der Prater GmbH. Ihm zur Seite steht ein zweiter Geschäftsführer. Die Marketing GmbH hat ebenfalls eine Doppelspitze. Die beiden Leiter waren in der alten Organisationsform der Firma Prokuristen. Für die Besetzung der Posten gab es laut Schock zwar eine Ausschreibung, während des Auswahlverfahrens habe es aber Interventionen aus dem Rathaus gegeben, die dazu geführt haben sollen, dass Prokuristen zu Geschäftsführern bestellt wurden. Dass Wurz nun die Leitung der Prater GmbH innehat, wundert nicht nur Schock, sondern auch Sabine Gretner, Planungssprecherin der Grünen. "Wir haben schon die Ablöse von Wurz gefordert, als das Kontrollamt 2008 Mängel festgestellt hat." Bernd Schmid, Aufsichtsratvorsitzender der Marketing GmbH, nennt den Grund für die Doppelspitze: In den Gesellschaften solle das "Vier-Augen-Prinzip" eingehalten werden. Die Bestellung sei ohne Interventionen erfolgt.

Schock reagierte auch auf Vorwürfe zu den Wiener Linien und will diese ebenfalls prüfen lassen. (mil, DER STANDARD - Printausgabe, 13. Februar 2009)

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