Australien intensiviert Suche nach Brandstiftern

12. Februar 2009, 19:50
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Zwei Verdächtige wurden vorübergehend festgenommen

Sydney - Auf der Suche nach Brandstiftern der verheerenden Buschbrände hat die australische Polizei am Donnerstag zwei Verdächtige vorübergehend festgenommen. Behördenangaben zufolge hatten sich die beiden "verdächtig" im Zusammenhang mit den Bränden mit mehr als 180 Toten verhalten. Die Verdächtigen wurden nach Medienberichten später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittler haben nach eigenen Angaben Beweise, dass mindestens eines der Feuer durch Brandstiftung ausgelöst wurde. "Wir sind uns sicher, dass das Feuer in Churchill absichtlich gelegt wurde", sagte die Polizeichefin des am stärksten betroffenen Bundesstaats Victoria über einen Brand mit 21 Toten. Auch das Feuer in Marysville mit mindestens 15 Todesopfern erscheine "verdächtig". Die Behörden befürchteten, dass die Zahl der Opfer dort noch auf bis zu 100 steigen könnte.

Die Polizei hatte zu Beginn der Woche die umfangreichsten Brandermittlungen in der Geschichte des Landes gestartet und warnte, dass bei Brandstiftung mit Todesfolge eine Haftstrafe von 25 Jahren wegen Mordes drohe.

Unterdessen verschafften kühlere Temperaturen und abflauende Winde den Brandbekämpfern eine Atempause. Befürchtungen, wonach sich in der Region Gippsland östlich von Melbourne zwei große Brände zu einem gigantischen Feuer zusammenschließen könnten, bewahrheiteten sich nicht. "Wir müssen auf der Hut bleiben", warnte Australiens Premierminister Kevin Rudd jedoch vor dem Parlament. Am Donnerstag wüteten noch immer 30 Brände.

Unterdessen wurden Rufe nach einem landesweiten Alarmsystem immer lauter. Kompetenzgerangel und Bedenken sollten von Datenschützern nicht länger ein Hindernis für den Aufbau eines solchen Systems sein. (APA/dpa/ag.)

 

 

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