Hamas, Hisbollah: "Israel hat den Krieg gewählt"

12. Februar 2009, 18:02
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Sorgenvolle Töne auch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas

Kairo - Die radikalen Kräfte in der arabischen Welt fühlen sich durch den Wahlerfolg der rechten Parteien in Israel bestätigt. "Israel hat den Krieg gewählt" , erklären die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas und die pro-iranische Hisbollah. Ein Wahlverlierer nach dem Rechtsruck in Israel ist auch die gemäßigte Palästinenserführung, die für den Friedensprozess und eine Zwei-Staaten-Lösung steht. Die letzten Hoffnungen ruhen jetzt auf dem neuen US-Präsidenten Barack Obama.

Auch aus der Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kamen sorgenvolle Töne: "Wie auch immer die nächste israelische Regierungskoalition aussehen wird, sie wird auf jeden Fall nicht die Basis haben, um Frieden zu schaffen" , zitiert die Zeitung Al-Sharq Al-Awsat am Donnerstag den palästinensischen Chefunterhändler Saeb Erekat. Der israelische Wähler hat nach Ansicht Erekats nicht "den Frieden im Sinne der Palästinenser und Syrer" gewählt, sondern "den Krieg im Sinne des Iran" . "Wir stehen am Beginn einer gefährlichen Ära" , urteilt die königstreue Presse in Jordanien.

Die Hamas im Gazastreifen sieht sich bestätigt: "Weder die früheren Regierungen noch die künftige israelische Regierung haben an den Frieden mit den Palästinensern geglaubt. Die Ergebnisse der Wahlen sind der Beweis, dass die Israelis radikaler geworden sind" , sagt Hamas-Sprecher Fausi Barhum. (AP/STANDARD,Printausgabe, 13.2.2009)

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