Russland baut Präsenz in Arktis aus

12. Februar 2009, 17:50
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Eisbrecherflotte soll modernisiert, Forschung intensiviert und ein Netzwerk von Polarstationen aufgebaut werden

Moskau - Russland will seine Eisbrecherflotte modernisieren sowie mehr Forscher in die Arktis entsenden und so seinen Anspruch auf die Polarregion untermauern. Außerdem werde Russland ein weiteres Forschungsschiff zur Unterstützung der "Akademik Fjodorow" bauen, erklärte der kürzlich ernannte Gesandte von Präsident Dmitri Medwedew für die Region, Artur Tschilingarow. Die "Akademik Fjodorow" leitete 2007 eine Expedition, bei der Mini-U-Boote eine Kapsel mit der russischen Flagge auf den Meeresboden der Arktis versenkten.

Tschilingarow, selbst ein namhafter Polarforscher, sagte weiter, Russland bereite die Entsendung von 50 Wissenschaftlern auf die Insel Spitzbergen vor, die von Norwegen beansprucht wird. "Die Arktis hat eine besondere geopolitische Bedeutung für Russland", sagte Tschilingarow am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Moskau. Die Regierungsrichtlinien bezüglich der Arktis sähen eine Ausweitung der russischen Präsenz vor. Außerdem sollten die Forschung intensiviert und ein Netzwerk von Polarstationen aufgebaut werden.

Auch die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen haben zuletzt verstärkt ihre Ansprüche in der Arktis angemeldet. In der Polarregion werden reiche Vorkommen an Öl, Gas und anderen Rohstoffen vermutet. Im Zuge der globalen Erwärmung könnten Vorkommen erschlossen werden, die bis jetzt noch unter dem ewigen Eis verborgen sind. (APA/AP)

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