Neue "Schutzzone" für Kriegsflüchtlinge

12. Februar 2009, 17:11
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Militärsprecher: Zwölf Kilometer langer Küstenstreifen soll Schutzgebiet werden - Bisherige "Schutzzone" innerhalb des Rebellengebiets ineffektiv

Colombo - Die Regierung in Sri Lanka hat im Kriegsgebiet im Nordosten der Inselrepublik eine neue "Schutzzone" für Flüchtlinge ausgewiesen. Dabei handelt es sich nach Angaben eines Militärsprechers um einen zwölf Kilometer langen Küstenstreifen, wohin bereits viele Menschen vor den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen geflohen sind.

Bisherigen Zone ineffektiv

Die bisherige "Schutzzone" innerhalb des Rebellengebiets habe sich als ineffektiv erwiesen und werde aufgelöst, erklärte Brigadegeneral Udaya Nanayakkara am Donnerstag. Die Rebellenorganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) und die Streitkräfte werfen sich gegenseitig vor, auch Zivilpersonen in dem bisher zur Schutzzone erklärten Gebiet angegriffen zu haben.

Die Streitkräfte verzeichneten in den vergangenen Monaten eine Serie von Siegen über die LTTE. Sie drängten die tamilischen Rebellen auf ein Gebiet an der Nordostküste zurück, in dem nach Schätzungen des Roten Kreuzes auch 250.000 Zivilpersonen eingeschlossen sind. (APA/AP)

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