Mitarbeiter belagerten Hauptquartier der Gesellschaft

12. Februar 2009, 16:24
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Zugang zur Autobahn blockiert - Protest gegen unsichere Arbeitsbedingungen

Rom - Rund 200 Mitarbeiter der Fluggesellschaft Alitalia, die nach der Vollprivatisierung der italienischen Airline auf Kurzarbeit gestellt, oder mit unsicheren Arbeitsverträgen angestellt wurden, haben am Donnerstag das Hauptquartier des Unternehmens in Rom belagert. Sie protestierten gegen Verspätungen bei der Gehaltszahlung und gegen unsichere Arbeitsbedingungen.

Einige Demonstranten blockierten die nahe liegende Autobahn, die zum Flughafen Rom Fiumicino führt. Dies löste ein Verkehrschaos aus. Dutzende von Passagieren mussten von den Autos aussteigen und zu Fuß mit dem Gepäck zum Flughafen. Die Polizei musste eingreifen, um die Autobahn zu räumen.

Die Gewerkschaften der Alitalia kündigten eine Streikserie im März an. Die neue Alitalia habe nicht die versprochene Zahl an Piloten, insgesamt 1.689 Personen, eingestellt. Die Pilotengewerkschaften bemängelten, dass die Kunden wenig Vertrauen in die neue Alitalia hätten. Der Ladungsfaktor der Alitalia-Maschinen sei stark sinkend. Die neue Alitalia werde von der Öffentlichkeit als unzuverlässig bewertet.

Die Gewerkschaft betonte, dass die neue Alitalia 12.500 Personen angestellt habe, ohne dabei transparente Kriterien zu berücksichtigen. Viele Personen seien mit befristeten Arbeitsverträgen angestellt worden. Die Vorschriften zum Schutz arbeitender Mütter seien ignoriert worden. Außerdem herrsche Unsicherheit um die Zukunft der Wartungsgesellschaften AMS und Atitech, sowie des Call Centers der Alitalia, kritisierten die Gewerkschaften. (APA)

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