Laun hält Williamson für "nicht ganz dicht"

12. Februar 2009, 14:20
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Salzburger Weihbischof: Wer den Holocaust leugnet ist "höchstwahrscheinlich ein Antisemit"

Salzburg - Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun räumt im Zusammenhang mit der Rehabilitierung von Bischof Richard Williamson einen "allzu menschlichen Fehler" des Vatikan ein. "Wer wider alle Beweismittel bestreitet, dass der Holcaust stattgefunden hat, ist nicht ganz dicht oder/und höchstwahrscheinlich ein Antisemit", schreibt Laun in einem Kommentar für die konservative Internetseite "kath.net". Kritik am Papst wegen der Rehabilitierung weist er aber zurück und vergleicht die Kritiker mit Williamson.

Realitätsverweigerer

"Wer annimmt, Papst Benedikt wäre von dieser Verrücktheit irgendwie angekränkelt, hat einen gemeinsamen Nenner mit dem unseligen Bischof Williamson: Er ist ein Realitätsverweigerer", schreibt Laun. Die Bestellung von Gerhard Maria Wagner zum Linzer Weihbischof verteidigt Laun und wirft den Kritikern vor, die Kirche abzulehnen: "Hat der Papst 'in Linz' einen Fehler mit dem neuen Weihbischof gemacht? Ja, schreien derzeit erklärte Atheisten in ihrer rührenden Sorge um das Wohl der Kirche, die sie eigentlich ohnehin für Humbug halten, und mit ihnen in unheiliger Allianz auch Leute aus den Reihen der Kirche selbst!" (APA)

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