Wien: Neuausrichtung der Bezirksfestwochen

12. Februar 2009, 13:08
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Auftakt Ende Mai - Volksbildungswerk wird zu "Basis. Kultur. Wien"

Wien - Der bleibt der Basiskultur treu: Harry Kopietz, hauptberuflich Landtagspräsident und bekannt als "Vater des Donauinselfests", ist als neuer Präsident des Volksbildungswerks künftig auch Leiter der Wiener Bezirksfestwochen. Als solcher hat er deren Konzept umgekrempelt: So firmiert das Kulturfestival ab sofort unter dem Namen "Wir sind Wien - Festival der Bezirke", wobei die Besonderheiten der einzelnen Stadtteile stärker als bisher betont werden sollen.

Der Anzahl der Wiener Bezirke entsprechend wird der Festivitätsreigen künftig also 23 Tage lang dauern - und zwar vom 1. bis zum 23. Juni. Neben dem üblichen Programmpotpourri, das Musik-, Theater- oder Kabarettdarbietungen an unterschiedlichsten Orten wie Kaffeehäuser und Pensionistenheimen beinhaltet, soll jedem einzelnen Bezirk zusätzlich ein eigenes Fest gewidmet werden.

Welcher Stadtteil wann dran kommt, richtet sich nach dem Datum. Mit dem 1. Juni startet also die Innenstadt, am 2. folgt mit der Leopoldstadt der zweite Bezirk, danach Landstraße und so weiter. "Die Künstler werden nicht mehr engagiert und einfach in die Bezirke geschickt, sondern die Programmierung erfolgt künftig in enger Zusammenarbeit mit diesen", betonte die ebenfalls neue Generalsekretärin Anita Zemlyak in einer Pressekonferenz. Die Eröffnung findet am 31. Mai am Karlsplatz statt.

Unter Präsident Kopietz gibt es auch Neuerungen beim Wiener Volksbildungswerk, der Trägerorganisation der Bezirksfestwochen. Dieses Netzwerk mit rund 300 Mitgliedervereinen tritt in Zukunft unter dem Namen "Basis. Kultur. Wien" auf. Sein Hauptziel sei es, das Image der Basiskultur zu stärken und die Menschen nicht nur als Konsumenten zu verstehen, sondern als Akteure einzubinden, so der selbst ernannte "Kulturarbeiter" Kopietz. Zusätzlich soll das Angebot ausgebaut werden. So gibt es ab März kostenlose Rechts- und Steuerberatung für die Mitglieder. Darüber hinaus wird ein Info-Pool zu Proberäumen und Veranstaltungstechniken eingerichtet.

Die Serviceausweitung wird auch monetär bedacht: So wurden die Subventionen für das vormalige Volksbildungswerk von 1,76 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,9 Mio. Euro im heurigen Jahr aufgestockt. Zusätzlich gibt es 150.000 Euro für geplante Veranstaltungsräumlichkeiten, teilte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny mit. (APA)

 

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