Industrieproduktion in Euro-Zone eingebrochen

12. Februar 2009, 12:34
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Brüssel - Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist zum Jahresende 2008 so stark eingebrochen wie nie zuvor. Die Firmen des Produzierenden Gewerbes stellten im Dezember 2,6 Prozent weniger her als im November, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag mitteilte. Verglichen mit dem Vorjahr ging der Ausstoß sogar um zwölf Prozent zurück - das ist das stärkste Minus seit Beginn der Datenerhebung 1990. Experten erwarten nun einen kräftigen Einbruch der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal und sehen auch für den Jahresauftakt 2009 keine Belebung.

"Die Industrie des Euroraums befindet sich damit in einer Rezession, die frühere Schwächephasen an Tiefe und Breite in den Schatten stellt", sagte Postbank-Volkswirt Heinrich Bayer. Zumindest für das erste Quartal sei mit weiteren Produktionseinschränkungen zu rechnen. Ab dem Frühjahr dürfte sich die Lage aber stabilisieren, weil dann die umfangreichen staatlichen Konjunkturspritzen wirkten.

Die Rezession in der Euro-Zone hat zum Jahresende hin an Fahrt gewonnen. Im Herbst dürfte die Wirtschaft nach Einschätzung von Analysten um 1,3 Prozent geschrumpft sein, nach einem Minus von 0,2 Prozent im Sommer. "Es gibt aber nach den jüngsten Daten ein sehr klares Risiko, dass der Rückgang noch größer war", sagte Howard Archer von IHS Global Insight. (APA/Reuters)

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