Heimische Mobilfunker trotzen der Krise

12. Februar 2009, 12:15
20 Postings

Mobilkom: Osteuropäische Länder mit hohem Wertkartenanteil bekommen Kaufzurückhaltung am ehesten zu spüren - T-Mobile setzt auf iPhone und Google-Handy

Die heimischen Mobilfunkunternehmen trotzen bisher der Wirtschaftskrise. "Mobilfunk ist mittlerweile ein fixer Bestandteil des täglichen Lebens geworden, auf den unsere Kunden nicht verzichten wollen", heißt es unisono von den beiden größten Anbietern, Mobilkom Austria und T-Mobile Austria. Letzteres schätzt, dass in der Krise die Kunden eher das Festnetz abmelden, als das Handy. Etwas differenzierter schaue die Lage in Osteuropa aus, wo insbesondere Länder mit hohem Wertkartenhandy-Anteil unter Druck kommen könnten. Mazedonien weise schon erste Anzeichen eines Konsumrückganges auf, so die Mobilkom.

Mobilkom setzt heuer auf ein "breites und hochqualitatives Portfolio"

Wohin der technologische Trend geht zeigt die Branche Anfang kommender Woche auf der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress (16. bis 19. Februar) in Barcelona. Der heimische Marktführer Mobilkom setzt heuer auf ein "breites und hochqualitatives Portfolio", hieß es auf. Darunter seien Exklusivgeräte wie der Blackberry Storm, der Anfang März bei A1 erhältlich sein wird oder das Red Bull Mobile Handy ZTE RBM1. In Kürze werde A1 auch das SonyEricsson W715 exklusiv nach Österreich bringen.

"Der revolutionäre Touchscreen vom Apple iPhone oder auch die offene Entwickler-Plattform Android haben nicht nur in Österreich Wellen geschlagen"

Was "exklusiv" betrifft hat aber derzeit der zweitgrößte heimische Anbieter, T-Mobile, die Nase mit dem Apple-Handy iPhone und dem Google-Gerät G1 vorne. Diese beiden Mobiltelefone werden auch alle anderen Entwicklungen beeinflussen, so die Tochter der Deutschen Telekom. "Der revolutionäre Touchscreen vom Apple iPhone oder auch die offene Entwickler-Plattform Android haben nicht nur in Österreich Wellen geschlagen, sondern werden auch alle anderen Endgeräte-Hersteller beeinflussen", hieß es. T-Mobile erwartet auf der Messe drei wesentliche Themen: Die nächste Generation des Mobilfunks, neue innovative Geräte und nach wie vor das mobile Internet. "Denn was in Österreich schon zum Alltag gehört, ist in anderen Ländern noch Zukunftsmusik", betonte T-Mobile.

Dienste

Der Mobile World Congress ist aber nicht nur eine Technologieschau, sondern es werden auch die neuesten Dienste vorgestellt. Wie etwa Plattformen für den Download von Handy-Programmen, sogenannte "App Stores". Der US-Computerhersteller Apple hat längst einen und der für Mobiltelefone mit dem offenen Betriebssystem Android wächst schnell. Nach Branchengerüchten sollen Microsoft und Nokia einen App-Store in Barcelona vorstellen. Fix präsentiert wird der MyPhone-Dienst von Microsoft. Mit ihm können Termine und Adress-Daten synchronisiert werden. (APA)

  • Artikelbild
Share if you care.