England: 50-Meter-Pferd als Eyecatcher

12. Februar 2009, 12:03
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Geplantes Kunstwerk des britischen Künstlers Mark Wallinger soll ab 2012 das Ebbsfleet Landmark Project in Kent markieren

London - Ein riesiges weißes Pferd, 33 Mal so groß wie ein reales, soll künftig Millionen Besucher in Südengland begrüßen. Das Kunstwerk des britischen Turner-Preis-Gewinners Mark Wallinger stellt mit 50 Metern Höhe sogar die New Yorker Freiheitsstatue in den Schatten. Die Skulptur, neben der ein Mensch kleiner als ein Huf ist, ist Teil des Siedlungsprojekts Ebbsfleet Landmark Project in der Grafschaft Kent südöstlich von London.  Damit wäre es eines der größten Kunstwerke Großbritanniens.

Das Projekt wird unter anderem von dem Bahnunternehmen Eurostar unterstützt. Der Hochgeschwindigkeitszug würde auf seiner Fahrt von Paris und Brüssel nach London an dem Hengst vorbeifahren und in der Nähe an einem neuen Bahnhof halten. Das Werk soll rund zwei Millionen Pfund (etwa 2,2 Millionen Euro) kosten. Nach Medienberichten soll der Aufbau kommendes Jahr beginnen, fertig sein soll er zu den Olympischen Spielen in London 2012. Abhängig ist das auch davon, ob in der Rezession die Fianzierung klappt.

"Angel of the South"

Das weiße Pferd, ein Symbol Südenglands, wird an der historischen Route vom europäischen Kontinent nach England stehen. Weil auch die Fernstraße A2 daran vorbeiführt, sollen geschätzte 60 Millionen Menschen pro Jahr der Skulptur begegnen.

Das Pferd ist auch als Konkurrenz zur 20 Meter hohen Skulptur "Angel of the North" des Künstlers Antony Gormley zu verstehen, die beim nordenglischen Gateshead aufgestellt wurde. "Ich habe ein Pferd gewählt, weil es für die Geschichte der Gegend steht", sagte Wallinger. In Zeiten der Römer sei das Pferd das "allgegenwärtigste Tier" gewesen. Im Bezug auf die Größe sei das Kunstwerk "ziemlich unheimlich". "Aber im Endeffekt ist es einfach ein Pferd auf der Wiese."

Wallinger gehört zu den bekanntesten lebenden britischen Künstlern. 2007 gewann er den renommierten Turner-Preis für des Nachbau eines Protestcamps gegen den Irakkrieg. Auch lief er Nächte lang als Bär verkleidet durch die Berliner Nationalgalerie. (APA/dpa)

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     Der geplante 'Angel of the South' bei Ebbsfleet in Kent in einer Visualisierung von Mark Wallinger

     

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