"Mein Mann kann sich ja nicht um alles kümmern"

12. Februar 2009, 10:22
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Als Aidsbotschafterin besuchte die Präsidentengattin Burkina Faso - Das humanitäre Engagement ermöglicht eine gewisse Unabhängigkeit, so Carla Sarkozy

Paris -  Carla Sarkozy, die französische Präsidentengattin, hat als Aidsbotschafterin einen Tag im westafrikanischen Land Burkina Faso verbracht. "Ich nehme dieses Engagement sehr ernst, ich möchte die öffentliche Meinung weltweit sensibilisieren", sagte Sarkozy am Mittwoch der Online-Ausgabe der Zeitung "Le Figaro". Sie besuchte unter anderem eine Klinik in der Hauptstadt Ouagadougou, in der HIV-infizierte Frauen und Kinder behandelt werden.

Ohne Begleitung

Am Abend wollte sie mit dem Staatschef Blaise Compaore und seiner Frau zusammentreffen. Es ist die erste offizielle Reise der Première Dame ohne Begleitung ihres Mannes, der derzeit mehrere Golfstaaten besucht.

"Ich versuche, die Position als "Premiere Dame" auszufüllen, auch wenn ich mich dabei noch vorantaste", sagte Carla Sarkozy. Das humanitäre Engagement ermögliche ihr eine gewisse Unabhängigkeit. "Mein Mann kann sich ja nicht um alles kümmern", sagte Sarkozy. Eine politische Aufgabe für sich schloss sie aus. Um Politik sollten sich nur Leute kümmern, die gewählt seien. "Ich gehöre nicht zu den Frauen, die denken, nur weil sie einen Violinisten heiraten, könnten sie selber im Orchester spielen", sagte Sarkozy.

Carla Sarkozy ist seit dem 1. Dezember Botschafterin des Globalen Fonds für den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose. Ihr Bruder Virgilio ist an der Immunschwäche gestorben. In Burkina Faso sollen etwa 130.000 Menschen HIV-infiziert sein, etwa die Hälfte davon Frauen. (APA)

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    Carla Sarkozy war als Aidsbotschafterin einen Tag im westafrikanischen Land Burkina Faso.

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