SAP geht auf Verbrecherjagd

12. Februar 2009, 09:46
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ICM-Lösung unterstützt Strafverfolgungsbehörden bei Ermittlungen

Der deutsche Konzern SAP hat mit "Investigative Case Management for Public Sector" (SAP ICM) ein Softwarepaket vorgestellt, das Strafverfolgungsbehörden bei Ermittlungen unterstützen soll. Neben der Polizei sollen jedoch auch Nachrichtendienste sowie andere mit Sicherheitsaufgaben betraute Organisationen das SAP-Produkt einsetzen können. "Die Software deckt alle Phasen eines sicherheitsrelevanten Vorgangs ab - vom Beginn der Untersuchung über deren weitergehende Bearbeitung und Analyse bis hin zum Abschluss des Falls und dessen Nachbereitung", beschreibt das Unternehmen sein neues Angebot.

Ermittlungsübergreifende Verbindungen

SAP ICM kann als zentrale Lösung für die gesamte Behörde eingesetzt werden. Als Kerntechnologie ist ein erweitertes Datenerfassungsmodell mit dem sogenannten POLE-Standard (People, Objects, Locations and Events) im Einsatz. POLE ermöglicht es Beamten, ermittlungsübergreifende Verbindungen zu erkennen. Die Software stellt sicher, dass Daten, Informationen, Beweise sowie Inhalte miteinander verknüpft werden. Wiederholen sich bestimmte Muster, Personen oder Hinweise in unterschiedlichen Fällen, so zeigt ICM diese Querverbindungen auf. Bislang verfügten verschiedene, an einer Ermittlung beteiligte Behörden jeweils über eigenen Datenbanken und Anwendungen, was die Kooperation erschwerte.

Mehr Festnehmen, geringere Kosten

Sicherheitsbehörden stünden heute mehr denn je unter Druck, Festnahmen vorzuweisen beziehungsweise durch funktionierende Frühwarnsysteme potenzielle Gefährdungen bereits im Vorfeld zu erkennen, so der Softwarekonzern in einer Aussendung. Bessere und konsistentere Untersuchungsergebnisse sowie Lagebilder könnten jedoch nur durch den Umstieg auf eine einheitliche technische Plattform erzielt werden. "Eine Verbesserung der Ermittlungsergebnisse durch ICM führt zu mehr Festnahmen, mehr Verurteilungen und einer besseren Betreuung von Opfern und Zeugen. Die Ergebnisse können schneller, effizienter und mit geringeren Gesamtbetriebskosten erzielt werden", so Sean O'Brien, Vice President für den Bereich Public Security bei SAP. (pte)

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