Krapfen im Test

12. Februar 2009, 09:51
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"konsument.at" vergibt gute Noten für Faschingskrapfen im österreichischen Handel

Wien - Rechtzeitig zum Höhepunkt der Faschingssaison hat das Onlineportal "konsument.at" Krapfen im österreichischen Handel getestet. 15 Krapfen mit Marillenmarmelade wurden auf Transfette geprüft. Das Ergebnis ist äußerst erfreulich: Sämtliche Süßspeisen wiesen nur sehr geringe Mengen an Transfettsäuren auf. Besonders die Vollkornbäckereien haben hier die Nase vorn. Mit ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis können - wie bereits im Vorjahr - die Krapfen von der Diskonterkette Hofer überzeugen.

Vollkorn-Spitzenplätze

Die Spitzenplätze im Test von "konsument.at" nehmen die zwei Vollkornbäckereien Waldherr und Gradwohl ein. Ihre Faschingskrapfen enthalten gerade einmal 0,3 bzw. 0,4 Prozent Transfettsäuren. Allerdings hat die Qualität der Vollkornbäcker auch ihren Preis: Der Krapfen von Gradwohl ist mit 1,45 Euro zugleich der teuerste im Test. Top im Preis-Leistungsverhältnis sind die Faschingskrapfen von Hofer mit einem ebenfalls geringen Gehalt an Transfettsäuren von 0,5 Prozent um 0,30 Euro pro Stück.

Damit liegen diese weit unter dem dänischen Grenzwert, der bei einem Anteil von zwei Prozent künstlicher Trabnsfettsäuren liegt. Mangels Regelung in Österreich wurde dieser Wert für den Test herangezogen. "Auch keiner der restlichen zwölf getesteten Krapfen fällt groß aus der Rolle", sagt "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Der Krapfen von Anker weist zwar 3,2 Prozent Transfettsäuren auf. Diese sind jedoch natürlichen und nicht künstlichen Ursprungs und stammen aus dem Butterreinfett, in dem die Krapfen herausgebacken wurden.

Erhöhtes Herzinfarkt-Risiko

Transfette sind sie auch in Pommes Frites, in Instantsuppen oder in Golatschen zu finden. Sie entstehen entweder künstlich bei der Härtung von Pflanzenfetten oder natürlich durch Mikroorganismen im Pansen von Wiederkäuern. Aber gerade die künstlichen Transfette sind die gefährlichen: Sie können den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.

Aber selbst wenn Beck hinsichtlich Transfettsäuren in Faschingskrapfen grundsätzlich Entwarnung geben kann, schränkt sie ein: "Krapfen sind trotzdem kein Diät-Essen. Je nach Größe und Zuckerbestreuung kommt man mit einem einzigen Exemplar auf 200 bis 400 Kalorien." (APA)

 

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    Der Transfettsäurenanteil bei Faschingskrapfen im österreichischen Handel ist zwar unbedenklich, Diät-Kost sind sie trotzdem keine.

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