Pankl Racing-Ergebnis bricht stark ein

12. Februar 2009, 08:53
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Betriebsergebnis sank um fast 62 Prozent - Krise trifft auch den Rennsport-Ausrüster

Wien/Kapfenberg  - Die börsenotierte Pankl Racing Systems AG hat im ersten Quartal 2008/09 einen Rückgang beim operativen Ergebnis (EBIT) um rund 61,8 Prozent auf 0,7 (1,7) Mio. Euro verzeichnet, der Umsatz sank "trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen" nur um 4,5 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern brach im Zeitraum Oktober bis Dezember um 92,5 Prozent auf 84.000 (1,12 Mio.) Euro ein. Das Ergebnis entspricht einer EBIT-Marge von 2,7 Prozent (Q1 2007/08: 6,8 Prozent). Das Ergebnis je Aktie sank um 71,4 Prozent auf 0,07 (0,28) Euro, die Aktie notierte zuletzt bei 10,40 Euro.

Der Ausblick für das Gesamtjahr ist vorsichtig: "Trotz einer nur eingeschränkt vorhandenen Visibilität hinsichtlich der Entwicklung der restlichen 9 Monate des laufenden Geschäftsjahres ist es das Ziel der Pankl Racing Systems AG, einen nachhaltigen und profitablen Unternehmenskurs zu verfolgen", heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens Donnerstag früh.

Budget-Kürzungen

Die negative konjunkturelle Entwicklung wirke sich zunehmend auch im Segment Racing/High Performance aus: Der High Performance Bereich sei direkt von der Automobilkrise betroffen. Im Racingbereich sei aufgrund des neuen Formel-1-Reglements sowohl mit verminderten Stückzahlen als auch mit reduzierten Entwicklungs- und Testaktivitäten zu rechnen. Sämtliche Automobilhersteller hätten ihre Motorsportbudgets reduziert, und einige japanische Hersteller seien aus verschiedenen Rennserien ausgestiegen. Pankl habe bereits frühzeitig auf diese Entwicklung durch Einsparungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen reagiert, so das Unternehmen.

Bereinigt um Sonderfaktoren (Akquisitionen, Wechselkursschwankungen und einmalige Handelsumsätze im Vorjahr) wurde exakt derselbe Umsatz wie im Vorjahr erzielt. Der Umsatzanteil des Segments Racing/High Performance betrug rund 82 Prozent, jener des Segments Aerospace rund 18 Prozent. Das Ergebnis war im Segment Racing/High Performance insbesondere belastet durch einen schwachen US-Markt mit massiven Sparmaßnahmen der Rennsportkunden. Zusätzlich war der Standort in der Slowakei im Zuge der kritischen Situation der weltweiten Automobilindustrie ab November durch erhebliche Auftragsausfälle und -kürzungen negativ beeinträchtigt. Im Segment Aerospace kam es aufgrund einmaliger positiver Sondereffekte aus Materialverkäufen im Vorjahr zu einem Rückgang im Ergebnis. (APA)

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