Britische Delegation erklärt Insassen für reisetauglich

15. Februar 2009, 19:26
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London fordert Freilassung von Binyam Mohamed

London - Eine britische Delegation hat offiziell einen Gefangenen im US-Lager Guantanamo besucht, dessen Rückkehr ins Königreich von London gefordert wird. Binyam Mohamed sei unter anderem von drei Botschaftsangehörigen und einem Arzt besucht worden, teilte am Sonntag das Außenministerium in London mit. Dabei seien keine medizinischen Gründe festgestellt worden, die eine Rückkehr des 30-Jährigen nach Großbritannien ausschließen würden. "Wir hoffen, das bringt uns Herrn Mohameds Freilassung und seiner Rückkehr näher", sagte eine Sprecherin des Foreign Office.

Bevor er 2002 in Pakistan festgenommen und 2004 nach Guantanamo gebracht wurde, hatte der 30-jährige Äthiopier in Großbritannien gelebt. London fordert seine Freilassung und seine Rückkehr ins Königreich. Mohamed wurde von den USA beschuldigt, ein Ausbildungslager des Terrornetzwerks Al-Kaida in Afghanistan absolviert zu haben sowie geplant zu haben, eine radioaktive Bombe zu bauen. In Guantanamo wurde er nach eigenen Angaben mehr als zweieinhalb Jahre in Isolationshaft gehalten und durfte nicht mit einem Anwalt zu sprechen. Er wurde nie formell angeklagt.

Mohamed war 1994 im Alter von 16 Jahren als Asylwerber nach Großbritannien gekommen. Er arbeitete in London als Hausmeister. Nach Drogenproblemen reiste er nach Angaben seiner Verteidiger 2001 nach Pakistan und Afghanistan, um dort seine persönlichen Schwierigkeiten zu bewältigen. (APA)

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