Australiens Bevölkerung über Bürokratie verärgert

11. Februar 2009, 22:22
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Opfer der Brände sollen sich mit Ausweisen und Bankauszügen identifizieren, um Soforthilfe zu erhalten

Canberra - Obwohl die australische Polizei härtestes Vorgehen gegen Brandstifter angedroht hat, gibt es neue Fälle. Der Premierminister des Bundesstaates Victoria, John Brumby, sagte am Mittwoch, es gebe "kaum Zweifel", dass über Nacht neue Brände gelegt worden seien. In zwei Fällen soll die Feuerwehr allerdings rechtzeitig vor Ort gewesen sein.

In den betroffenen Gebieten an der Südostküste des Kontinents, wo es noch immer 23 Brandherde gibt, sind außerdem zunehmend Plünderer aktiv, berichtet die Polizei.

Unter den betroffenen Bürgern wächst die Wut über die Bürokratie: Opfer der Brände, die teilweise alles verloren haben und nur mit der Kleidung am Leib aus ihren Häusern flüchten konnten, sollten sich mit Lichtbildausweisen und Bankauszügen identifizieren, um Soforthilfe zu erhalten. (red, DER STANDARD Printausgabe 12.2.2009)

 

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    Über 750 Häuser sind zerstört - 5.000 Menschen sind obdachlos

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