Demobilisierung hat begonnen

12. Februar 2009, 08:57
posten

In den kommenden vier Jahren sollen etwa 180.000 Männer, Frauen und ehemalige Kindersoldaten ihre Waffen abgeben

Nairobi/Juba - Im Sudan hat die auf mehrere Jahre angelegte Entwaffnung einstiger Bürgerkriegssoldaten und Milizionäre begonnen. Wie ein UN-Sprecher mitteilte, sollen in den kommenden vier Jahren etwa 180.000 Männer, Frauen und ehemalige Kindersoldaten ihre Waffen abgeben. Die Demobilisierung ist Teil der 2005 unterzeichneten Friedensvereinbarung zur Beendigung des Bürgerkriegs zwischen dem überwiegend arabischen Norden und dem vor allem von Schwarzafrikanern bewohnten Süden des Landes.

In dem Bürgerkrieg, der 21 Jahre gedauert hat, sind rund 1,5 Millionen Menschen ums Leben gekommen. Trotz des offiziellen Friedens sorgte im vergangenen Jahr vor allem Streit um die genaue Grenzziehung zwischen Nord und Süd, Zugang zu den Weideflächen und den Ölfeldern für weitere bewaffnete Auseinandersetzungen. Dadurch wurden erneut Tausende von Menschen zur Flucht gezwungen.

Im Jahr 2011 soll die Bevölkerung des Südsudans, der jetzt mit einer Regionalregierung in Juba weitgehende Autonomie hat, in einer Volksabstimmung über einen eigenen Staat entscheiden. Im Vorfeld sind in diesem Jahr Wahlen im Südsudan geplant. (APA/dpa)

Share if you care.