Prüfer finden: Okto funktioniert

11. Februar 2009, 18:01
22 Postings

"Nur einige Verbesserungen" konnten die Prüfer "empfehlen"

Das Wiener Kontrollamt hat das Community-TV Okto geprüft. Schließlich finanziert sich das Bürgerfernsehen über Kabel und Internet zum größten Teil aus jährlich fast einer Million Euro Subvention der Stadt. Ergebnis: keine ernsten Kritikpunkte.

Wörtlich heißt es in dem Bericht: "Innerhalb kurzer Zeit wurde eine funktionierende und sehr gut dokumentierte Organisation einschließlich eines Prozessmanagements aufgebaut." Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Senders findet das Kontrollamt in Summe "schlüssig".

"Nur einige Verbesserungen" konnten die Prüfer "empfehlen": Sie vermissten Stellenbeschreibungen und ein Unternehmensleitbild. Zudem bemängelten sie, dass Okto-Betreiber CTV-GmbH der Magistratsabteilung 13 (Bildung und außerschulische Jugendbetreuung) Jahresabschlüsse vorlegten, die anders als die Budgets gegliedert waren. Das erschwere die Prüfung. Beide Rechnungsprüfer müssten die Verwendung der Mittel prüfen und bestätigen. Das Kontrollamt empfahl zudem gebührensparendes E-Banking.

Inzwischen ist zum Gutteil auch das erledigt, lässt Okto wissen: Die Prüfung wurde Mitte 2008 abgeschlossen, als sich der Sender in der Endphase eines einjährigen, extrem aufwändigen Leitbildfindungsprozesses befand.  Inzwischen ist es längst implementiert, wie man im Managersprech wohl sagt. Seit Mitte 2008 hat Okto den gesamten Zahlungsverkehr auf Internetbanking umgestellt. Zur Darstellung der Bilanz: Die MA 13 bevorzugt eine Eingaben/Ausgabenrechnung gegenüber der Darstellung einer handelsrechtlichen Bilanz. (fid, DER STANDARD; Printausgabe, 12.2.009)

Share if you care.