ÖGB-Frauen für spezielle Konjunkturmaßnahmen für Frauen

11. Februar 2009, 16:24
posten

Vorsitzende fordert Adaptierung der Kurzarbeit sowie gesellschaftliche Aufwertung "weiblicher" Berufe nicht zuletzt durch mehr Lohn

Wien - Die ÖGB-Frauen haben die Adaptierung der Kurzarbeit für Frauen gefordert. Bislang fasse die Maßnahme vor allem in Branchen, in denen überwiegend Männer arbeiten, so Renate Renate Csörgits, ÖGB-Frauenvorsitzende, am Mittwoch in einer Auseendung. Zeitgleich müssten weitere Schritte für die Absicherung von weiblichen Arbeitskräften gemacht werden, wie die "tatsächliche 50:50 Aufteilung der aktiven Mittel des AMS".

Investitionen in öffentlichen Arbeitgeber

Außer der Förderung von Frauen in nichttraditionellen Berufen seien spezielle Maßnahmen für Wiedereinsteigerinnen "unerlässlich": "Der Staat muss seine Rolle als öffentlicher Arbeitgeber wieder verstärkt wahrnehmen," so Csörgits. Er dürfe nicht nur als Kostenfaktor gesehen werden, sondern in seiner bedeutenden Rolle in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Betreuung und Soziales sowie in Bildung, Wissenschaft und Forschung. "Investitionen in diesen Bereichen schaffen zusätzlich Arbeitsplätze, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind."

Arbeit mit Menschen aufwerten

Auch müsste damit eine "gesellschaftliche Aufwertung dieser Berufe" einhergehen: "Die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder ist das Rückgrat unsere Gesellschaft und findet nach wie vor zu wenig Beachtung." In einem Großteil dieser Bereiche, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind, sei das Lohnniveau dementsprechend niedrig. (red)

Share if you care.