Gute Noten für Faschingskrapfen im österreichischen Handel

11. Februar 2009, 14:03
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"konsument.at": Nur geringe Mengen an Transfetten - Kalorienmäßig: 50 Minuten Sport um sich einen Krapfen wieder vom Leib zu schaffen

Wien - Rechtzeitig zum Höhepunkt der Faschingssaison hat das Onlineportal "konsument.at" Krapfen im österreichischen Handel getestet. Insgesamt 15 Krapfen mit Marillenmarmelade wurden auf Transfette geprüft. Das Ergebnis ist äußerst erfreulich: Sämtliche getesteten Süßspeisen wiesen nur sehr geringe Mengen an Transfettsäuren auf.

Besonders die Vollkornbäckereien haben hier die Nase vorn. Bezüglich Preis-Leistungs-Verhältnis können wie im Vorjahr die Krapfen von Hofer überzeugen.

Die Spitzenplätze im Test von "konsument.at" nehmen die zwei Vollkornbäckereien Waldherr und Gradwohl ein, deren Faschingskrapfen gerade einmal 0,3 bzw. 0,4 Prozent Transfettsäuren enthalten. Allerdings hat die Qualität des Vollkornbäckers auch ihren Preis: Der Krapfen von Gradwohl ist mit 1,45 Euro zugleich der teuerste im Test. Top im Preis-Leistungsverhältnis sind die Faschingskrapfen von Hofer mit einem ebenfalls geringen Gehalt an Transfettsäuren von 0,5 Prozent um 0,30 Euro pro Stück.

Test

Damit liegen diese weit unter dem dänischen Grenzwert, der mangels Regelung in Österreich für den Test herangezogen wurde und bei zwei Prozent künstlichen Transfettsäuren liegt. "Auch keiner der restlichen zwölf getesteten Krapfen fällt groß aus der Rolle", weiß "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck. Der Krapfen von Anker weist zwar 3,2 Prozent Transfettsäuren auf. Diese sind jedoch natürlichen und nicht künstlichen Ursprungs und stammen aus dem Butterreinfett, in dem die Krapfen rausgebacken wurden.

Künstliche Transfette gefährlich

Transfette sind sie auch in Pommes, in Instantsuppen oder in Golatschen zu finden. Sie entstehen entweder künstlich bei der Härtung von Pflanzenfetten oder natürlich durch Mikroorganismen im Pansen von Wiederkäuern. Aber gerade die künstlichen Transfette sind die gefährlichen: Sie können den Fettstoffwechsel negativ beeinflussen und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen.

50 Minuten Sport für einen Krapfen

Aber selbst wenn Beck hinsichtlich Transfettsäuren in Faschingskrapfen grundsätzlich Entwarnung geben kann, schränkt sie ein: "Diät-Essen sind sie trotzdem nicht. Je nach Größe und Zuckerbestreuung kommt man bei einem einzigen Exemplar auf 200 bis 400 Kalorien." An Zuckergehalt sind das etwa 2 bis 5 Würfelzucker pro Krapfen. Etwa 50 Minuten müssen Sie mit dem Fahrrad schnell strampelnd unterwegs sein, um sich rund 350 kcal wieder vom Leib zu turnen.(APA)

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