Unis fordern Bildungsgipfel

11. Februar 2009, 12:51
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Vorschlag von Vet-Med-Rektor - ÖH und Personalvertreter kündigen Protestmaßnahmen an, sollte das Budget zu niedrig ausfallen

Wien  - Österreichs Wissenschafter und Uni-Vertreter fühlen sich von der Politik missbraucht. Dabei geht es laut Jürgen Mittelstraß, Chef des Wissenschaftsrats, nicht allein um das kommende Budget, das von manchen als existenzgefährdend bezeichnet wird. "Am meisten beunruhigt mich der leichtfertige Umgang der Politik mit den Bedürfnissen der Wissenschaft und Forschung, die zum Spielball politischer Entscheidungen gemacht werden", so Mittelstraß am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des Grünen Parlamentsklubs. Mehrere Teilnehmer plädierten für einen nationalen Bildungsgipfel, um Druck auf die Regierung zu machen; Hochschülerschaft und Gewerkschaft erklärten sich zu Protestmaßnahmen bereit.

Viel Zustimmung gab es für Von Firkcks' Vorschlag, einen nationalen Bildungsgipfel mit Bundespräsident Heinz Fischer an der Spitze einzuberufen. Dabei, betonte Oliver Vitouch, Senatsvorsitzender der Uni Klagenfurt, müssten sich aber auch die Unis von "heiligen Kühen" wie dem freien Uni-Zugang verabschieden.

Die Österreichische Hochschülerschaft, der Betriebsrat des wissenschaftlichen Uni-Personals und die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst kündigten Protestmaßnahmen an, sollte das Budget so niedrig wie befürchtet ausfallen bzw. der bereits ausverhandelte Kollektivvertrag für Uni-Bedienstete nicht ausfinanziert werden. (APA)

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