DuMont Schauberg darf Berliner Verlag übernehmen

11. Februar 2009, 12:31
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Wettbewerbsbehörde sieht keine marktbeherrschende Stellung des Kölner Zeitungshauses

Das deutsche Kartellamt hat grünes Licht für den Erwerb des Berliner Verlages durch das Kölner Medienunternehmen M. DuMont Schauberg gegeben. Der geplante Zusammenschluss führe nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung der beteiligten Unternehmen auf den relevanten Leser- und Anzeigenmärkten, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Es gebe keine geografische Überschneidung der Tätigkeiten der beiden Verlagshäuser.

Der Berliner Verlag ist Herausgeber der "Berliner Zeitung", des "Berliner Kuriers", der Stadtillustrierten "Tip" sowie einiger regionaler Anzeigenblätter. Darüber hinaus kontrolliert das Unternehmen den "Hamburger Morgenpost" Verlag.

Das Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg ist mit den regionalen Abonnement-Tageszeitungen "Kölner Stadtanzeiger" und "Kölnische Rundschau" sowie der Straßenverkaufszeitung "Express" insbesondere im Raum Köln/Bonn tätig. Weitere Abonnement-Tageszeitungen erscheinen im südlichen Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus besteht eine Beteiligung an der "Frankfurter Rundschau".

Das Kartellamt betonte, in Berlin und Hamburg seien mit den Zeitungen der Verlagshäuser Holtzbrinck und Axel Springer Wettbewerber mit vergleichbaren oder sogar größeren Marktanteilen vorhanden.

Das deutsche Kartellamt hatte den Erwerb des Berliner Verlages durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck im Jahre 2002 und erneut im Jahre 2004 untersagt, da dieser Zusammenschluss zu einer marktbeherrschenden Stellung auf den Berliner Lesermärkten für Abonnement-Tageszeitungen und Stadtillustrierte geführt hätte. Im Jahre 2005 hatte die von dem Investor David Montgomery geleitete Mecom Group den Berliner Verlag erworben und verkaufte ihn jetzt an M DuMont Schauberg. (APA/AP)

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