FPÖ will Pensionen sichern - Ohne Generationenkampf

11. Februar 2009, 11:23
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Initiative zur Sicherung des österreichischen Pensionssystems mit Vorträgen und Diskussionen

Wien - Die FPÖ hat eine Initiative zur Sicherung des österreichischen Pensionssystems gestartet. In drei Modulen sollen externe Experten über die Themen Senioren, Pension, Familie und Jugend diskutieren und Vorschläge liefern, erklärte der freiheitliche Senioren-Sprecher Werner Neubauer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Weil Senioren bei der Bundesregierung offensichtlich keinen Stellenwert hätten, wolle die FPÖ nun selbst Bewegung in das Thema bringen und Initiativen im Parlament setzen, so Neubauer.

"Das bestehende Pensionssystem wollen wir weiterhin, aber wir wollen es verbessern und dessen Sicherstellung gewährleisten", erklärte Neubauer. Deshalb habe man am Dienstag Experten, etwa von der Sozialversicherungsanstalt und dem Institut für Wirtschaftsforschung, zur Diskussion gebeten.

"Informationsdefizit"

Laut Neubauer übten diese auch Kritik am "Vorgehen der Bundesregierung". So herrsche beispielsweise ein Informationsdefizit in der Bevölkerung - viele wüssten etwa nicht, dass die Pensionsversicherung kein persönliches Ansparmodell, sondern ein Elternversorgungssystem ist.

Ebenfalls kritisiert wurde die vor allem von der ÖVP verfolgte Pensionsautomatik, die für Neubauer eine "Mogelpackung" ist und "zu verstärkter Armut" führen würde. Die FPÖ fordert nun eine "Humanisierung der Arbeitsplätze", um die hohe Zahl der Invaliditätspensionisten zu senken. Außerdem sei es "höchst an der Zeit", die Pensionssysteme zu vereinheitlichen, um Ungerechtigkeiten aus dem Weg zu räumen.

Weil man Neubauer zufolge aber nicht möchte, dass Generationen gegeneinander ausgespielt werden, wird es noch zwei Diskussionsrunden zu den Themen Familien sowie Jugendliche geben. Anschließend wolle man das Thema im Parlament behandeln. (APA)

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