Polizeiaktionen am Donaukanal

11. Februar 2009, 11:02
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Mehr Polizei-Kontrollen sollen Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern

Wien- In den vergangenen Jahren hat sich am Wiener Donaukanal - im Bereich der Augartenbrücke, der U-Bahnstation Schottenring und rund um das Lokal "Flex" eine Drogenszene gebildet. Passanten auf der Straße und in der U-Bahnstation Schottenring sahen sich mit Belästigungen konfrontiert. Immer wieder ist es wegen der offenen Szene am Kanal zu politischen Auseinandersetzungen und Anrainerbeschwerden gekommen. 

Die Exekutive habe deshalb "nach Evaluierung der gesetzten Maßnahmen" ihre Taktik umgestellt, wie Herbert Stübler vom Landeskriminalamt am Mittwoch sagte -mehr Kontrollen. Das bestätigte auch der Betreiber des Szenelokals, Thomas Eller. "Allerdings gibt es nur eine Botschaft an die Polizei: weiterarbeiten", so Eller.

 

Ab November 2008 wurden die Schwerpunktmaßnahmen intensiviert, wie Stübler berichtete. In den drei Folgemonaten kam es zu weiteren 168 Festnahmen und 462 Anzeigen. Die Begleit- und Beschaffungskriminalität sei dem Beamten zufolge gesenkt worden. Entscheidend sei die "massive Polizeipräsenz" gewesen, das "objektive Sicherheitsgefühl dadurch gestärkt worden". Vom 1. Jänner 2005 bis 1. Oktober 2008 nahm die Polizei  687 Personen wegen des Verdachts des Suchtgifthandels fest.

"Im vergangenen halben Jahr hat die Polizei, konkret die Abteilung Straßenkriminalität, sehr gut gearbeitet, es ist jetzt Ruhe eingekehrt", so Eller. "Wenn man aber nicht weitermacht mit den Schwerpunktaktionen, hat man im Frühling/Sommer das gleiche Theater", warnte der "Flex"-Chef, der sich erneut dagegen wehrte, die Drogen- und Begleitkriminalität seinem Lokal zuzuschreiben. Zuletzt wurde Ellers Wunsch nach Ausweitung der Sperrstunden für das Flex heftig diskutiert. (APA)

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