Wiener Börse am Mittwochschließt leichter

11. Februar 2009, 18:03

Erste Group und Raiffeisen weiter unter Druck - Wienerberger, Strabag nach Kurszielsenkungen stark im Minus

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei moderatem Volumen mit leichten Verlusten beendet. Der ATX fiel um 13,52 Punkte oder 0,78 Prozent auf 1.712,39 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 32 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.680 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,78 Prozent, DAX/Frankfurt +0,54 Prozent, FTSE/London +0,62 Prozent und CAC-40/Paris +0,23 Prozent.

Händler berichteten von einem überwiegend ruhigen Tag. Nach einem schwachen Start konnte sich die Börse im Tagesverlauf etwas von ihren Tiefs erholen. Weiter unter Druck kamen am Mittwoch vor allem die Bankenschwergewichte Erste Group und Raiffeisen sowie nach Kurszielsenkungen Wienerberger und Strabag.

Erste Group setzten ihre Talfahrt fort und verloren weitere 2,82 Prozent auf 10,01 Euro. Am Vortag hatte die Aktie bereits mehr als zehn Prozent verloren. Am Dienstag nach Börsenschluss hat die Erste Group für das abgelaufene Geschäftsjahr einen um 27 Prozent gesunkenen Nettogewinn vermeldet.

RI deutlich im Minus

Aktienhändler führten die Verluste der Aktie aber weniger auf die Meldung, sondern vor allem auf das international weiter schlechte Sentiment für Bankwerte zurück. So büßten auch Raiffeisen International 3,47 Prozent auf 15,59 Euro ein.

Deutliche Verluste sahen nach Kurszielsenkungen durch die Deutsche Bank auch Wienerberger und Strabag. Wienerberger fielen um 6,74 Prozent auf 10,10 Euro. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für die Aktie zuletzt von 10 auf 9,50 Euro gesenkt. Strabag büßten 4,83 Prozent auf 13,00 Euro ein. Hier haben die Analysten des Instituts ihr Kursziel von 16 auf 14 Euro zurück gefahren. Für beide Titel wurde die Empfehlung "hold" bestätigt.

Eine Berg- und Talfahrt sahen die AUA-Aktien. Nach anfänglichen Gewinnen drehten die Papiere deutlich ins Minus, konnten sich schließlich aber noch klar von ihren Tiefs erholen und schlossen mit einem Abschlag von nur 0,83 Prozent auf 3,60 Euro. Die Analysten der Erste Group sehen nach den EU-Bedenken und der Ankündigung von Prüfungen den AUA-Deal mit der Lufthansa in Gefahr. Ihre Empfehlung für die AUA-Aktie haben die Analysten vor diesem Hintergrund auf "sell" nach unten revidiert.

Gesucht waren voestapine und legten gegen den Trend 1,86 Prozent auf 17,49 Euro zu. Ein kleines Plus von 0,76 Prozent auf 22,52 Euro verbuchten unter den Blue Chips auch OMV.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. SCHLUMBERGER AG VZ               +19,95 Prozent
2. SW UMWELTTECHNIK AG +5,74 Prozent
3. BRAIN FORCE HOLDING AG +3,61 Prozent
4. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE +3,54 Prozent
5. WOLFORD AG +2,89 Prozent
6. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +2,14 Prozent
7. AGRANA BETEILIGUNGS-AG +2,02 Prozent
8. VOESTALPINE AG +1,86 Prozent
9. PALFINGER AG +1,82 Prozent
10. TEAK HOLZ INT. AG +1,36 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. POLYTEC HOLDING AG                -8,33 Prozent
2. WIENERBERGER AG -6,74 Prozent
3. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG -5,42 Prozent
4. STRABAG SE -4,83 Prozent
5. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -4,70 Prozent
6. BENE AG -4,38 Prozent
7. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -3,47 Prozent
8. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG -3,46 Prozent
9. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -3,23 Prozent
10. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG -3,04 Prozent

(APA)

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