Schlumberger mit belebendem Ergebnis

11. Februar 2009, 09:25
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Der Sekt-und Spirituosenhersteller Schlumberger hat sich in der allgemeinen Wirtschafts- und Konjunkturkrise bisher wacker geschlagen

Wien - Der börsenotierte Sekt-und Spirituosenhersteller Schlumberger hat sich in der allgemeinen Wirtschafts- und Konjunkturkrise bisher wacker geschlagen. "Wir haben rechtzeitig unsere Hausaufgaben gemacht und werden im laufenden Geschäftsjahr wie geplant wachsen", bestätigte Schlumberger-Chef Eduard Kranebitter die Umsatz-und Ertragsprognosen für 2008/09 heute, Mittwoch, anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse.

Schlumberger hat nach drei Quartalen einen konsolidierten Umsatz von 169,9 Mio. Euro verbucht, um 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereinigt um den Verkauf der Freihof Destillerie lag das Plus bei 3,6 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag mit 1,87 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Besonders erfreulich gelaufen ist das Geschäft in der Wein & Sektkellerei, wo ein Umsatzplus von 9,9 Prozent eingefahren wurde. Zurückzuführen sei dies auf Innovationen wie den "Golden Dry" und das gutlaufende Geschäft mit Kräuterspirituosen.

Das Exportgeschäft hat sich in den ersten neun Monaten 2008/09 im Jahresvergleich um 25 Prozent verbessert. Vor allem in Deutschland und im Duty Free/Travel Value-Geschäft wachse die Marke Schlumberger überdurchschnittlich, so Kranebitter in Gespräch mit der APA.

Die Vertriebstochter Appelt sei nach wie vor "Sorgenkind" und habe ein Minus von 21,3 Prozent hinnehmen müssen. Die ungarische At-equity-Beteiligung Zwack Unicum habe dagegen ein Umsatz- und Ertragsplus verbucht.

Neben Innovationen wie der Magnum-Flasche bei "White Secco" will Schlumberger auch heuer mit maßgeschneiderten Paketen für die Gastronomie punkten. So biete der Sekt- und Spirituosenhersteller etwa Gesamtkonzepte für Hochzeiten, Arrangements für ein Sektfrühstück im Kaffeehaus oder auch spezielle Produkte für Veranstaltungen in Diskotheken.

Keine Zurückhaltung

Bis dato sei auf dem heimischen Sektmarkt noch keine Kaufzurückhaltung zu spüren, sieht sich der Schlumberger-Chef in seiner Strategie bestätigt und beruft sich auf aktuelle Nielsen-Marktdaten, in denen sich ein "Trend zu hochpreisigem Sekt" zeige. So ist der Sektmarkt in Österreich 2008 wertmäßig um 8,3 Prozent gewachsen, in der Menge um 4,2 Prozent. Schlumberger legte überdurchschnittlich um 10,8 Prozent im Wert und um 5,7 Prozent in der Menge zu.

Erstmals seit 10 Jahren ist laut Nielsen der Champagner-Konsum - dem internationalen Trend folgend - auch in Österreich rückläufig (2008 um 3,7 Prozent in der Menge). Bisher habe dieses Segment ein zweistelliges Wachstum verbucht, so Kranebitter. Aufgrund massiver Preiserhöhungen wurde wertmäßig ein Plus von 6,7 Prozent verbucht. Auch der Frizzante-Markt sei im Vorjahr geschrumpft - um 6 Prozent in der Menge.

Herr und Frau Österreicher trinken pro Kopf und Jahr etwa drei Flaschen Sekt. Die Deutschen liegen mit fünf Flaschen in Europa an der Spitze. Weit abgeschlagen liegen die osteuropäischen Länder mit 1 Flasche. In Russland und der Schweiz liegt der durchschnittliche Sektkonsum sogar nur bei einer halben Flasche. In Frankreich und England wird eher Champagner getrunken. (APA)

 

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