Abchasien fordert neuen Namen für UNO-Beobachtermission

10. Februar 2009, 21:35
3 Postings

UNOMIG soll "Unabhängigkeit der Provinz berücksichtigen"

Moskau - Der Außenminister der abtrünnigen georgischen Provinz Abchasien, Sergej Schamba, hat von der UNO-Beobachtermission in Georgien (UNOMIG) eine Namens- und Mandatsänderung gefordert. Nur dann dürften die Beobachter in der Region bleiben, sagte Schamba am Dienstag, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Abchasien sei ein unabhängiger Staat und ein neues Mandat der UNO-Mission müsse diese Tatsache widerspiegeln. Das UNOMIG-Mandat läuft in den kommenden Tagen aus und muss vom UNO-Sicherheitsrat verlängert werden. Dort verfügt Russland über ein Veto-Recht.

Moskau hatte Ende August vergangenen Jahres die Unabhängigkeit Abchasiens und der ebenfalls abtrünnigen Provinz Südossetien nach einem bewaffneten Konflikt zwischen Russland und Georgien anerkannt. Die UNO-Mission dort wurde jedoch bereits 1993 nach einem Krieg zwischen abchasischen Rebellen und Georgien ins Leben gerufen. Derzeit sind 131 militärische UNO-Beobachter sowie 20 Polizeiberater für die UNO in Abchasien aktiv. Sie patrouillieren vor allem entlang der Grenze und überwachen die Einhaltung des ausgehandelten Waffenstillstands. (APA)

 

Share if you care.