Nasensprays, Schweißtechniken, Mikrochips

10. Februar 2009, 20:22
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Vierzehn F&E-Projekte heimischer Unternehmen sind für den Staatspreis Innovation 2008 nominiert

Nicht weniger als 600 Firmen waren der Ansicht, dass ihre jüngsten Entwicklungen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung preisverdächtig sind - und reichten für den Staatspreis Innovation des Wirtschaftsministeriums ein. Sechs wurden laut Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS), die den Preis ausrichtet, für den Staatspreis, acht für den Sonderpreis Econovius nominiert. Letzterer soll ausschließlich an heimische Klein- und Mittelbetriebe gehen. Der Staatspreisträger darf sich bei der Verleihung am 12. Februar über sehr viel Ehre, eine von der Universität für angewandte Kunst gestalteten Statue und Goldmünzen im Wert von 7500 Euro freuen. Der Econovius-Gewinner erhält mehr finanzielle Mittel: einen Scheck der Wirtschaftskammer in der Höhe von 10.000 Euro und einen Gutschein der Förderbank im Wert von tausend Euro für eine Beratung.

Nominiert wurde unter anderem die Linzer Dice Danube für einen Hochfrequenz-Mikrochip für Handys, der deutlich weniger Platz braucht als Vorläufer und eine 30-prozentige Stromeinsparung ermöglichen soll - womit längere Standby- und Sprechzeiten Realität werden könnten. Dice Danube verspricht außerdem "verbesserte Signalqualität und Verbindungsstabilität". Das in Wels beheimatete Schweißtechnik-Unternehmen Fronius reichte beim Staatspreis mit einem neuen Schweißsystem für Karosserieteile im Automobilbau ein.

Medizin aus dem Meer

Coldamaris prophylactic heißt ein antiviraler Nasenspray gegen Schnupfen, der als Medizinprodukt in der EU bereits seit November 2007 zugelassen ist. Das Produkt des Wiener Unternehmens Marinomed enthält Carragelose, die aus Rotalgen gewonnen wird und die Nase vor äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Schnupfenviren schützt. Dieser Stoff legt sich wie ein Feuchtigkeitsfilm über die trockene und gereizte Nasenschleimhaut, und soll so die Nase vor äußeren Einflüssen infolge trockener und gereizter Nasenschleimhaut schützen. Die natürliche Abwehr von Viren und Bakterien soll so unterstützt werden.

Für den Econovius ist unter anderem Guger Technologies nominiert. Das Unternehmen mit Sitz in Graz entwickelte das erste kommerziell erhältliche Gehirn-Computer-Interface, um über Gedanken Geräte zu steuern. Es werden dabei an der Kopfoberfläche Aktivitäten gemessen und vom System in Befehle umgewandelt, um externe Geräte zu steuern. Die wichtigsten Anwendungsbereiche sind laut Unternehmensführung das Schreiben, das Steuern von virtuellen Welten und die Rollstuhlsteuerung.

Das Unternehmen Krautgasser, spezialisiert auf Sanitätsbedarf, will mit einer neuen "fingerabdruck- und fleckresistenten, kratz- und verschleißfesten, das Wachstum und die Ausbreitung von Bakterien hemmenden Oberflächenbeschichtung" Erfolg haben. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 11.02.2009)

  • Fronius bietet eine neue Schweißtechnik für Autokarosserien.
    foto: standard/voestalpine

    Fronius bietet eine neue Schweißtechnik für Autokarosserien.

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