Postnatale Psychosen häufiger bei Spätgebärenden

10. Februar 2009, 16:38
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Junge Mütter kämpfen seltener mit schweren psychischen Problemen nach der Geburt

Stockholm  - Postnatale Psychosen treten einer schwedischen Studie zufolge öfter bei älteren Frauen auf als bei jungen Müttern. "Das Risiko einer Psychose innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt steigt mit dem Alter", heißt es in der am Dienstag in Stockholm veröffentlichten Studie des Karolinska-Institutes.

Älter als 35

Bei Frauen, die bei der Geburt ihres ersten Kindes älter sind als 35, sei die Gefahr für Psychosen mehr als zweimal höher als bei jungen Erstmüttern. Für die Studie wurden die Daten aller fast aller 750.000 Erstgeburten in Schweden zwischen 1983 und 2000 ausgewertet.

Eine von tausend

Der Studie zufolge erleben immerhin 80 Prozent der Mütter in den ersten Wochen nach der Geburt mentale Probleme oder leichte Depressionen. Echte Psychosen sind wesentlich seltener. Konkret entwickelt eine von tausend Frauen Symptome wie Wahnvorstellungen, Antriebssteigerung und ein völliger Realitätsverlust. In vielen Fällen resultiert daraus eine Störung der allgemeinen Urteilsfähigkeit. (APA/AFP/red)

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