LHC soll im Oktober wieder funktionieren

10. Februar 2009, 15:02
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CERN-Management segnet neuen Zeitplan ab - In der Zwischenzeit müssen noch einige Reparaturen vorgenommen werden

Wien/Genf - In einigen Monaten soll dort weitergemacht werden, wo ein technischer Schaden vor rund einem halben Jahr ein abruptes Ende verursacht hat: Der Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) soll Ende 2009 wieder Daten liefern. Der Teilchenbeschleuniger war im September des Vorjahrs neu in Betrieb genommen und nach nur wenigen Tagen wegen einer Panne wieder abgeschaltet worden.

Nach dem jüngsten Zeitplan, der am Montag auch vom CERN-Management abgesegnet wurde, könnte die Maschine im kommenden September wieder ihre Arbeit aufnehmen. Im Oktober sollen erstmals wieder Teilchen aufeinanderprallen.

Im kreisförmigen, 27 Kilometer langen und unterirdisch verlegten Tunnel des LHC sollen Elementarteilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und mit bisher unerreichter Wucht zur Kollision gebracht werden. Dabei entstehen Energien, wie sie Sekundenbruchteile nach dem Urknall geherrscht haben. Die Wissenschafter - darunter auch zahlreiche Österreicher - erhoffen sich davon neue fundamentale Einblicke, wie die Materie und damit unsere Welt aufgebaut ist.

Fehlerhafte Schaltverbindung

Das Problem, das zur Abschaltung führte, erwies sich als eine fehlerhafte elektrische Schaltverbindung zwischen den superleitenden Kabeln zweier Segmente. Nach weiteren Untersuchungen mussten bzw. müssen ähnliche Verbindungsstücke an anderen Stellen der Maschine ausgetauscht werden. Nach Aussagen von CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer werden die Reparaturen 30 bis 40 Millionen Franken (19,9 Millionen bis 26,6 Millionen Euro) kosten. (APA/red)

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