Verbalgefechte zwischen Häupl und Wiener FPÖ

10. Februar 2009, 14:25
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Häupl: Hassprediger Strache werde von Wienern nicht akzeptiert - FPÖ: Häupl ein Schatten seiner selbst

Wien  - Wiens Bürgermeister Michael Häupl hat am Dienstag mit scharfen Attacken gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache betont, dass er sich noch an keinem Wahlkampf für die erst im Herbst 2010 anstehende Gemeinderatswahl beteiligen wolle: "Wenn jemand meint, dass er jetzt einen Wahlkampf vom Zaun brechen muss, dann werde ich ihn ganz schön alleine lassen." Von den Wienern werde ein Hassprediger wie Strache, der jegliche politische Kultur vermissen lasse, ohnedies nicht akzeptiert.

"Ich kenne meine Wienerinnen und Wiener", beteuerte der Bürgermeister. Ungeachtet aller Liebe zum Raunzen gelte für sie: "Sie wollen ruhig, friedlich und ordentlich in dieser Stadt leben." Insofern dürfe Strache gerne Bürgermeister werden wollen, er werde dieses Ziel jedoch nie erreichen. Und er, Häupl, sehe sich nicht veranlasst, auf die Attacken des FPÖ-Chefs einzugehen: "Ich werde mich ganz sicher nicht auf die Lügenebene von Herrn Strache begeben."

Der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein konstatierte postwendend, dass die laufende Verunglimpfung seiner Partei durch Häupl und den Rest seiner "Verliererpartei" ins Leere gehe. Hier versuche der einstige Chefverhandler der ehemaligen Chaosregierung mit verbalen Rundumschlägen sein eigenes Politversagen zu überdecken. Dabei sei der einstmals wichtige Mann der SPÖ heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Nach dem Wahlabend werde Häupl jedenfalls dort sein, wo er längst schon hingehöre - nämlich in der fröhlichen Runde der alternden Politpensionisten, so Jenewein. (APA)

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