Überfliegers Rekordversuche

10. Februar 2009, 13:52
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Gregor Schlierenzauer greift am Mittwoch in Klingenthal nach dem sechsten Sieg in Serie, auch der Punkterekord von Martin Schmitt scheint in Reichweite

Wien - Gregor Schlierenzauer fliegt von Erfolg zu Erfolg, der 19-Jährige ist drauf und dran, Rekorde im Skisprung-Weltcup zu brechen. Sein Sieg am Sonntag in Willingen, der neunte der Saison, war der bereits fünfte in Serie. Damit fehlt dem Tiroler nur noch einer, um mit den Finnen Janne Ahonen und Matti Hautamäki (jeweils 2004/05) sowie seinem Teamkollegen Thomas Morgenstern (2007/08) gleichzuziehen, die diese Bestenliste anführen.

Die Vorzeichen für Schlierenzauer scheinen günstig. Der nächste Bewerb folgt am Mittwoch in Klingenthal. Dort hat der Stubaitaler schon 2007 (sowie zusätzlich im Sommer-GP) gewonnen, dort hält er mit 142,5 Metern einen von mittlerweile sieben Rekorden auf Weltcup-Schanzen.

Rekorde könnte purzeln

Was den Saisonrekord betrifft, so fehlen Schlierenzauer noch drei Erfolge auf das Dutzend von Ahonen aus dem Winter 2004/05. Sogar die Punkte-Bestmarke von 1.833 durch Martin Schmitt in der Saison 1999/2000 scheint in Reichweite, Schlierenzauer hält nach 19 von 27 Bewerben bei 1.520 Zählern.

ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer war in den Anfängen Schlierenzauers einer von dessen Förderern, so wie danach in Stams der aktuelle Deutschland-Coach Werner Schuster. Innauer weiß, dass ein solches Talent ein "Geschenk" ist. "Jetzt wird mehr und mehr erkannt, wie gut der Kerl wirklich ist", sagte der Olympiasieger von 1980. Eine herausragende Technik und ein optimaler Körperbau würden diese enorme Konstanz ermöglichen.

Vierte Ränge sind die "schlechtesten" Platzierungen Schlierenzauers in den vergangenen 25 Bewerben (davon sechs aus der vergangenen Saison) - er hält bei 13 Siegen, war viermal Zweiter, dreimal Dritter und fünfmal Vierter. Die Zahl 25 hat weitere Bedeutung: Es ist die ÖSV-Rekordmarke an Weltcup-Siegen durch Andreas Felder. "Wenn Gregor gesund bleibt, wird er auch diese Marke knacken", meinte Felder. "Mit ihm haben wir wieder einmal ein Jahrhundert-Talent."

 

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