Alte Betrugsmasche auf eBay, neu aufgelegt

10. Februar 2009, 12:15
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Eine Gruppe von Betrügern soll neu eingeführte Sicherheitsmaßnahmen überwunden und in den vergangenen Wochen zahlreichen Konten gekapert haben

Die Verbraucherschützer von falle-internet.de warnt vor einer Welle neuer Betrugsversuche auf eBay. Eine Gruppe von Kriminellen soll innerhalb von zwei Wochen etwa 1.000 gekaperte eBay-Accounts für betrügerische Zwecke genutzt haben. Nutzer, die auf teure Artikel geboten, die Auktion aber nicht gewonnen haben, erhalten kurz darauf gefälschte Kaufangebote. Geht ein Bieter darauf ein, erhält er eine Zahlungsaufforderung mit der Zusage, eBay würde den Kaufpreis rückerstatten, wenn der Artikel nicht ausgeliefert werde.

Phishing-Mails verschickt

Bis zu sieben betrügerische Angebote seien an die unterlegenen Bieter versendet worden. Außerdem seien über die Funktion "Fragen an den Verkäufer" bis zu 25 Phishing-Mails verschickt worden. Damit habe die Zahl der potentiellen Opfer schnell gesteigert werden können.

Sicherheitsfunktionen ausgetrickst

Laut den Verbraucherschützern konnten die Betrüger dabei gleich fünf Sicherheitsmaßnahmen austricksen, die in den vergangenen zwei Jahren eingeführt wurden. Das Verstecken der Mailadresse des Verkäufers und Anonymisierung der Höchstbieter hätten den Betrüger zudem direkt in die Hände gespielt. Auf der Website der Verbraucherinitiative wird erklärt, wie die Betrüger vorgegangen sein sollen.

Bewährte Maßnahmen

Wie sich Nutzer vor Betrügern schützen können, erklärt eBay grundsätzlich auf einem eigens eingerichteten Sicherheitsportal. Dass es in den letzten Wochen zu einem Anstieg von Betrugsversuchen gekommen sei, konnte eBay-Sprecher Alexander Witt gegenüber dem Spiegel nicht bestätigen. Zudem hätten sich die von falle-internet.de kritisierten Maßnahmen durchaus bewährt. Es sei vielmehr zu einem Rückgang der Betrugsfälle gekommen. (red)

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    Verbraucherschützer warnen vor neuen Betrüger mit alter Masche.

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