"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

8. März 2003, 18:34
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Arbeiterkammer für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie - SP-EU-Abgeordnete fordert stärkere Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen

Wien - Die unterschiedlichsten Wünsche enthalten die diversen Stellungnahmen zum Internationalen Frauentag am Samstag. So verlangte etwa die Arbeiterkammer "gleichen Lohn für gleiche Arbeit, einen bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und spezielle Maßnahmen für Frauen in der Aus- und Weiterbildung". SP-EU-Abgeordnete Christa Prets wiederum sprach sich für eine stärkere Beteiligung von Frauen an den europäischen Entscheidungsprozessen aus.

AK-Präsident Herbert Tumpel betonte, Frauen wollten keine Jobs, "bei denen sie halt ein wenig dazu verdienen". Vielmehr sei es ihr Ziel, Familie und Beruf unter einen Hut bringen. In diesem Zusammenhang verwies Tumpel darauf, dass die Kluft bei den Einkommen nur in Irland und Großbritannien noch größer sei als in Österreich. Daher verlangt der AK-Präsident ein Maßnahmenpaket: Statt Teilzeitjobs in gering qualifizierten Bereichen müsste es einen tatsächlichen Rechtsanspruch auf Teilzeit mit dem Recht auf Rückkehr zur Vollzeitarbeit geben: "Das derzeitige Regierungsmodell verwässert diesen Rechtsanspruch und schränkt ihn für zehntausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein", kritisierte Tumpel.

Prets erinnerte daran, dass "Frauen gegen Gewalt" im Moment das Schwerpunktthema der Sozialdemokratischen Frauen im Europäischen Parlament sei. Angesichts der Irak-Krise sei dies besonders aktuell: "Deshalb ist es wichtig, dass Frauen überall dort vertreten sind, wo die zentralen Entscheidungen fallen. Wir brauchen eine Gleichstellung in allen Bereichen, auch auf höchster europäischer Ebene", forderte die SP-EU-Abgeordnete. (APA)

  • Am Frauentag marschierten Hunderte Frauen in der Wiener Innenstadt.
    foto: diestandard.at/dy
    Am Frauentag marschierten Hunderte Frauen in der Wiener Innenstadt.
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