Tipps für "Geld zurück"

11. Februar 2009, 09:42
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Geld zurück vom Finanzminister mit den Tipps der AK - 200 Euro im Schnitt retour

Wien - Mehr als 200 Millionen Euro lassen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedes Jahr beim Finanzamt liegen, weil sie die Arbeitnehmerveranlagung nicht machen. Dabei zahlt es sich aus: im Schnitt bekommt man 200 Euro durch die Arbeitnehmerveranlagung zurück, informiert die Arbeiterkammer (AK) in einer Aussendung. In manchen Fällen seien es sogar über 1.000 Euro.

Damit Arbeitnehmer auch bekommen, was ihnen zusteht gibt es von Seiten der AK jede Menge Tipps wie die Arbeitnehmerveranlagung ganz einfach klappt. Auf wien.arbeiterkammer.at gibt es alle Broschüren, Musterbriefe, Formulare und sogar ein Video, in dem man sieht, wie es geht. Schritt für Schritt wird in Bild und Ton durch das L1-Steuerformular geführt. So erfahren sie wie Sie sich mit Pauschalen, Absetzbeträgen, Werbungskosten oder Sonderausgaben ganz einfach Geld zurück holen können. Außerdem gibt's den Brutto-Netto-Rechner, alle Broschüren und Folder und die Adressen aller Finanzämter. Wer zusätzlich den Folder "10 Schritte zur Arbeitnehmerveranlagung" bestellen will, kann das unter 01/50 165 DW 401. Damit ist es ganz leicht, sich Geld vom Finanzamt zurück zu holen.

So funktioniert die Arbeitnehmerveranlagung

Die Lohnsteuer wird so berechnet, als ob die Arbeitnehmerin, der Arbeitnehmer das ganze Jahr über gleich viel verdient hat. Viele Arbeitnehmer haben aber während des Jahres zu arbeiten begonnen, oder wechseln den Job. Ihr Einkommen schwankt daher. Bei der Arbeitnehmerveranlagung, wird daher die Steuer neu berechnet und gleichmäßig übers Jahr verteilt. Hat man zu viel bezahlt, gibt's das Geld zurück vom Finanzamt.

In diesen Fällen zahlt sich die Arbeitnehmerveranlagung aus

Folgende Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer sollten die Arbeitnehmerveranlagung auf jeden Fall machen:

  • Wer während des Jahres zu arbeiten begonnen hat (nach Schule, Karenz oder Arbeitslosigkeit)
  • Lehrlinge
  • wer während des Jahres unterschiedlich viel verdient hat (Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit oder umgekehrt)
  • Alleinverdiener oder Alleinerzieher
  • wer berufliche Ausgaben hatte, hohe Arztkosten oder Sonderausgaben (wie etwa Prämien für eine Pensionsversicherung),
  • wer so wenig verdient hat, dass er gar keine Steuern zahlen muss, für den gibt's die so genannte Negativsteuer - das heißt: bis zu 110 Euro als Gutschrift vom Finanzamt.

Jeder Arbeitnehmer, jede Arbeitnehmerin kann die Arbeitnehmerveranlagung beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt durchführen. Alles, was man dazu braucht ist das Formular L1 (gibt's auf jedem Finanzamt oder auf wien.arbeiterkammer.at ) oder man macht die Veranlagung gleich im Internet über FinanzOnline. Noch ein Tipp: Man kann die Arbeitnehmerveranlagung nicht nur für ein Jahr machen, sondern für die letzten fünf Jahre. (red, derStandard.at)

Link

Alle Infos dazu gibt es auf der Website der AK Wien unter wien.arbeiterkammer.at.

  • Zeit für die Arbeitnehmerveranlagung aufzuwenden, zahlt sich meist aus
    foto: photodisc

    Zeit für die Arbeitnehmerveranlagung aufzuwenden, zahlt sich meist aus

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