Heimische Baupreise stiegen um 5,6 Prozent

10. Februar 2009, 10:06
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Hohe Energie- und Rohstoffkosten trieben Preise im Tiefbau teils sogar über sechs Prozent

Wien - Der Anstieg der Baupreise hat sich in Österreich im vierten Quartal nochmals weiter beschleunigt. Der Preisindex für den Hoch- und Tiefbau legte im Jahresabstand auf 5,6 Prozent zu, im Vorquartal waren es 5,4 Prozent und im zweiten Quartal erst weniger als fünf Prozent gewesen. Im Gesamtjahr 2008 stieg der Baupreisindex um 4,9 Prozent, wie die Statistik Austria am Dienstag bekanntgab.

Hohe Energiepreise

2008 wurden die Indexsteigerungen hauptsächlich bei den Bauleistungen der Professionisten im Wohnhaus- und Siedlungsbau mit 4,8 Prozent und im Sonstigen Hochbau mit 5,1 Prozent hervorgerufen. Besonders stark stiegen die Preise bei Außenwand-Wärmedämmungen, Gas- und Wasserinstallationen, Zentralheizungen, Belüftungsanlagen sowie Schlosser-, Bauspengler-, Dachdecker- und Schwarzdeckerarbeiten. Dies führen die Statistiker v.a. auf die 2008 hohen Energie-, Treibstoff- und Rohstoffpreise (Bleche, Kupfer, Stahl, Kunststoff) zurück.

Im Tiefbau stiegen die Preise 2008 im Jahresschnitt um 5,1 Prozent, im 4. Quartal jedoch um 5,9 Prozent im Jahres- und 1,3 Prozent im Quartalsabstand. Während die Straßenbau-Preise auf Jahressicht um 4,7 Prozent stiegen, legten sie im Brückenbau um 5,1 Prozent und im Sonstigen Tiefbau sogar um 5,6 Prozent zu. Grund auch hier: die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise im vergangenen Jahr.

Vergleicht man die Baupreise mit den Baukosten, zeigt sich, dass sich 2008 wegen der rückläufigen Baukosten in den letzten Monaten die Schere zwischen Baukosten und Baupreisen wieder etwas verringert hat und die Baupreise langsam aber stetig den Baukosten nachziehen. (APA)

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