Um die Wette den Berg rauf und runter

9. Februar 2009, 19:10
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"Skibergsteigen" ist auch ein Wettkampfsport. In Österreich gibt es 2000 Aktive

  Maria Luggau / Gosau - Wenn er mit Freunden auf Tour gehe, sagt Alexander Lugger, seien die "manchmal total überrascht, das ich ihnen nicht davonlaufe." Denn in der österreichischen Tourengeherszene ist der 40-jährige Zollbeamte aus Maria Luggau ein Star: Lugger ist der Doyen der österreichischen Wettkampf-Skibergsteiger. Er ist mehrfacher Staatsmeister - und Trainer des österreichischen Bergauf-Renn-Kaders.

Wieso man von ihm erwarte, ständig Vollgas zu geben, versteht der Sportler nicht ganz: "Beim normalen Tourengehen geht es nicht um Tempo, sondern um Beständigkeit." Niemand, so Lugger, erwarte von einem alpinen Abfahrer, dass er auch abseits der Rennen ständig in Rennhocke unterwegs sei. Freilich gebe es da noch einen Unterschied: Dass Skibergsteigen überhaupt Wettkampfsport ist, ist in der "Skination" nicht jedem geläufig.

Und das, obwohl hierzulande über 2000 Aktive in vier Wettkampf-Kategorien antreten: Alleine rauf und runter heißt "Single". Zu zweit ist es "Team". "Vertical" heißt der Auffi-Einzelwettkampf ohne Abfahrt - und wenn Viererstaffeln den Berg "attackieren", nennt man das "Relay".

Österreich, erklärt Verbandschef Karl Posch, stehe international "ganz gut" da - allerdings gelte hierzulande nur der "klassische" Alpinsport: "Frankreich, Schweiz und Italien fördern gezielt. Da kommt einiges auf uns zu." Mitte Februar finden im Veneto Europameisterschaften statt. (rott/DER STANDARD-Printausgabe, 10.2.2009)

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