Rüstzeug, damit der Traum kein Albtraum wird

9. Februar 2009, 19:07
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Lawinenkurse mit "Testimonials" für Kids

Innsbruck - Skifahren im freien Gelände ist kein Spaziergang. Auch wenn es manchmal so aussieht: "Dass schon unmittelbar neben der Piste andere Gesetze gelten, ist vielen Wintersportlern noch immer nicht bewusst", warnt daher Luis Töchterle. Und auch eine komplette Sicherheitsausrüstung (Lawinenpieps, Schaufel und Sonde), betont der für die Jugendarbeit des Alpenvereins zuständige Experte, sei nur ein Accessoire, "wenn man damit nicht umgehen kann".

Deshalb - und weil es verstärkt junge "Freerider" ins "Backcountry"-Gelände zieht, bietet der Alpenverein mit Programmen wie "Risk'n'Fun" Kurse an, bei denen speziell Jugendlichen jenes Knowhow vermittelt werden soll, ohne das sich kein Wintersportler ins Gelände wagen sollte.

Denn während "klassische" Lawinensicherheitsseminare meist nach alten Schulmustern funktionieren, setzt der Alpenverein bei dem mehrstufigen Modulprogramm darauf, Jugendliche über für sie glaubwürdige Vermittler zu erreichen: Snowboard-Profis etwa.

"Sicherheit am Berg", referiert Töchterle, ist immer "ein äußerst komplexes Gefüge aus der Kenntnis von Wetter-, Schnee- und Windverhältnissen, den Fähigkeiten der Gruppe, der individuellen Befindlichkeit und der Ausrüstung - wir können nur versuchen, dieses Mindestrüstzeug zu vermitteln." Doch wer ohne diese Kenntnisse die gesicherten Pisten verlässt, "handelt grob fahrlässig. Sich selbst und allen anderen gegenüber." (rott/DER STANDARD-Printausgabe, 10.2.2009)

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