Emissionsstarke SUVs

9. Februar 2009, 17:55
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Toyota will mit Forschungspartnern Biokraftstoff-Herstellung vorantreiben

Wien - Nicht nur was Treibhausgas-Emissionen betrifft, auch hinsichtlich Luftschadstoffen sind SUVs ausgesprochen breitspurig unterwegs. Fünf unterschiedliche Modelle hat das Umweltbundesamt untersucht. Die wenig erstaunenden Ergebnisse: SUVs brauchen bei gleichem Fahrverhalten bis zu 115 Prozent mehr Kraftstoff als durchschnittliche Pkw. Damit emittieren sie auch mehr vom Treibhausgas Kohlendioxid. Und sie haben um bis zu 100 Prozent mehr Stickoxidemissionen, womit sie häufig für Überschreitungen bei den Grenzwerten von Luftschadstoffen verantwortlich sind.

Untersucht wurden sechs für Österreich typische SUVs. Fünf Dieselfahrzeuge und ein Benzinfahrzeug - alle mit einer Motorleistung zwischen 120 und 160 Kilowatt - herangezogen. Mittlerweile stammen 11,2 Prozent der 293.697 im Jahr 2008 in Österreich neu zugelassenen Fahrzeuge aus der Fahrzeugkategorie SUV/Geländewagen.

Der weltgrößte Autobauer Toyota will indessen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft die Herstellung von Agrotreibstoffen revolutionieren. Durch ein neues Verfahren sollten die Kosten gesenkt und der Wirkungsgrad erhöht werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Gleichzeitig sollten Grundstoffe verwendet werden, sodass Biokraftstoffe nicht mehr in Konkurrenz zur Lebensmittelherstellung Konkurrenz stehen. Toyota geht für das Vorhaben eine Partnerschaft mit mehreren Unternehmen ein, darunter der Schwerindustriegruppe Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und dem Energiekonzern Nippon Oil, sowie mit Forschungsinstituten. (AFP, ruz, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.02.2009)

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