Wiener Grüne suchen nach Bausünden

9. Februar 2009, 16:44
42 Postings

Mit einer Wärmebildkamera legen sich die Bezirksgruppen in den nächsten Wochen auf die Lauer

Die am schlechtesten gedämmten Gebäude der Bundeshauptstadt wollen die Wiener Grünen nun ausfindig machen. Zu diesem Zweck haben sie eine Wärmebildkamera angeschafft, mit der die Bezirksgruppen nun in den nächsten Wochen die besonders sanierungsbedürftigen Bauten erheben wollen.

Ein Fokus soll dabei auf die öffentlichen Bauten gelegt werden, kündigte Umweltsprecher Rüdiger Maresch kürzlich an. Die Ergebnisse sollen letztlich gesammelt präsentiert werden.

"Offensichtliche Baumängel"

Bereits in den vergangenen Wochen habe man eine Vielzahl öffentlicher und privater Gebäude fotografiert. Gerade in vielen Gemeindebauten gebe es aus energietechnischer Sicht zahlreiche offensichtliche Baumängel, beklagte Maresch. Besonders die Bauten der 1950er bis 1970er Jahre seien hiervon betroffen.

Deshalb seien Maßnahmen gefragt, zumal schlecht gedämmte Altbauten einen rund viermal so hohen Heizbedarf wie Neubauten oder gut sanierte Altbauten hätten. So müsse die Sanierungsrate von derzeit einem Prozent ab 2010 auf mindestens drei Prozent gesteigert werden.

Förderbestimmungen ändern

Gestaffelt nach Energiekennzahlen solle dazu eine Sanierungsverpflichtung eingeführt und die Landesförderbestimmungen entsprechend angepasst werden. Die Argumente lägen auf der Hand: Ein Durchschnittshaushalt könne sich nach einer Sanierung rund 850 Euro Heizkosten im Jahr sparen und der Beschäftigungseffekt im Vergleich zum Straßenbau liege 1,8 Mal so hoch. (APA)

Share if you care.