Milliarden-Projekt Russland auf Eis gelegt

11. Februar 2009, 18:38
31 Postings

Moskau - Ein fünf Milliarden Euro teures Autobahnprojekt in St. Petersburg ist Opfer der Finanzkrise geworden. Laut dem St. Petersburger Vizegouverneur Jurij Moltschanow wird das Projekt um zwei Jahre verschoben und nicht wie geplant als Public-Private-Partnership-Projekt finanziert, sondern aus den Budgetmitteln des Staates und der Stadt.

Das trifft auch die Strabag, die ein Konsortium anführte, das erst im Juni die Ausschreibung des Autobahnprojektes Western High-Speed Diameters gewann. Von dem gesamten Auftragswert wäre rund eine Milliarde Euro auf die Strabag entfallen. Es sei unmöglich, für derartige Vorhaben eine Projektfinanzierung zu bekommen, sagte ein Strabag-Sprecher. Man werde sich in 24 Monaten die Lage noch einmal anschauen. Das Projekt ist noch nicht im Auftragsbestand der Strabag enthalten, da der Konzessionsvertrag mit St. Petersburg nicht wie geplant im Herbst unterzeichnet wurde.

Russische Medien spekulieren, dass nun auch die übrigen Projekte Deripaskas in St. Petersburg wackeln könnten. Deripaska gewann dort seit 2007 Aufträge in Höhe von rund 6,5 Milliarden Euro. (ved, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.02.2009)

Share if you care.