Kinder im Straßenverkehr: Schweden am sichersten

9. Februar 2009, 12:32
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Österreich liegt dabei im hinteren Mittelfeld

Wien - In Schweden leben Kinder - was das Unfallrisiko im Straßenverkehr betrifft - am sichersten, in Litauen am gefährlichsten. Im EU-Vergleich sind Kinderunfälle im Straßenverkehr aber stark zurückgegangen. Österreich liegt dabei eher im hinteren Mittelfeld, Portugal konnte in den vergangenen zehn Jahren den massivsten Rückgang verzeichnen, berichtete das Kuratorium für Verkehrssicherheit am Montag.

Bezieht man die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder auf die Einwohnerzahl, ist Schweden das sicherste Land (acht getötete Kinder pro einer Million Kinder). Am gefährlichsten ist es hingegen für die Kleinen in Litauen: Dort sterben pro einer Million Kinder 57 kleine Verkehrsteilnehmer. Österreich liegt bei diesem Vergleich im EU-Durchschnitt (16 getötete Kinder/ein Millionen Kinder).

Was die Rückgänge der getöteten Kinder betrifft, konnte Portugal in den vergangenen zehn Jahren - mit einem jährlichen Schnitt von minus 15 Prozent - den deutlichsten Rückgang bei der Kindersterblichkeit im Straßenverkehr verzeichnen. Österreich liegt im Vergleich dazu mit einer durchschnittlichen Getötetenrate von 6,44 Prozent im hinteren Mittelfeld.

Allerdings sind in Portugal vor zehn Jahren noch 127 Kinder im Straßenverkehr ums Leben gekommen (2007 waren es 27) und in Österreich 37 (2008 waren es elf). "Das relativiert den Vergleich mit Ländern, die ihre Rückgänge von wesentlich höheren Ausgangszahlen verzeichnen", erklärte Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). In Österreich sei das Sicherheitsniveau auch generell höher als in den südlichen Ländern.

Seit 1998 wurden in den 27 EU-Staaten rund 18.500 Kinder im Straßenverkehr getötet. Verkehrsunfälle sind auch die häufigste Ursache für Behinderungen von Kindern, die einen langfristigen Einfluss auf ihr physisches und psychisches Wachstum haben. (APA)

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