Mindestens 28 Tote bei Selbstmordanschlag

9. Februar 2009, 14:04
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Die Frau habe ihren Sprengsatz inmitten einer Gruppe von Kriegsflüchtlingen gezündet, als diese von Soldaten auf Waffen durchsucht werden sollten

Colombo - Eine Selbstmordattentäterin der Tamilen-Rebellen in Sri Lanka hat am Montag nach Angaben des Militärs mindestens 28 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Frau habe ihren Sprengsatz inmitten einer Gruppe von Kriegsflüchtlingen gezündet, als diese von Soldaten auf Waffen durchsucht werden sollten, sagte ein Militärsprecher. Unter den Toten seien 20 Armeeangehörige. Rund 90 Menschen seien verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich nahe Vishvamadu im Norden des Landes. Die Armee hatte die Stadt erst vor kurzem von den Tamilen-Rebellen zurückerobert.

Das Militär geht derzeit mit einer Großoffensive gegen die Rebellen-Gruppe LTTE vor, um deren seit 25 Jahren andauernden Kampf endgültig niederzuschlagen. Mehr als 50.000 Soldaten sind im Dschungel im Nordosten der Insel im Einsatz. Der harte Kern der Rebellen-Kämpfer wird auf nicht mehr als 2000 geschätzt. Regierung, Hilfsorganisationen und Menschenrechtsgruppen werfen der LTTE vor, Zivilisten mit Gewalt im Kampfgebiet festzuhalten, um sie als menschliche Schutzschilde, Zwangssoldaten oder Arbeitskräfte zu missbrauchen. Die Rebellen haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Vor allem wegen ihrer Selbstmordanschläge wird die LTTE von den USA, der Europäischen Union, Kanada und Indien als Terrorgruppe eingestuft. (Reuters)

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