Geldflüsse im AMS-Skandal

8. Februar 2009, 19:53
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Verdächtiger will selbst "keinen Cent" genommen haben

Wien - Der AMS-Skandal um verschobene Millionen der Bundesbuchhaltungsagentur (Buhag) weitet sich weiter aus. Das Nachrichtenmagazin profil schreibt, dass von den 16,5 Millionen Euro, die zwischen Jänner und September 2008 von den Konten der Republik abgezogen wurden, 8,5 Millionen auf einem Konto bei der Privat Bank AG, Tochter der RLB Oberösterreich, gelandet sind.

Zeichnungsberechtigt für dieses Konto war ein mittlerweile festgenommener Wiener Anwalt, der als Treuhänder des schweizerischen Finanzvermittlers Mühlethaler und Partner fungierte. 3,6 Millionen Euro gingen laut profil an das Privatinstitut Venetia, der Rest des Geldes landete bei privaten Kleinanlegern.

Wie das Magazin weiter berichtet, hat der verdächtigte AMS-Bereichsleiter Wolfgang W. bei einer Einvernahme durch die Buhag die Ausstellung "unrichtiger Bestätigungen" gestanden. Der Mann will aber "selbst keinen einzigen Cent" eingestreift zu haben.

Unter den Investoren, die Gelder bei Venetia veranlagt hatten, findet sich auch ein Kitzbühler Geschäftsmann, gegen den die Justiz in Zusammenhang mit mutmaßlicher Steuerhinterziehung in der sogenannten "Liechtenstein-Affäre" ermittelt, heißt es. (APA)

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