Demokraten haben "amerikanischen Kulturkrieg" gewonnen

8. Februar 2009, 09:18
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Bekenntnis zur Vielfalt - Präsident Obama sei die Lösung für die Probleme der USA

Richmond/USA - Die Demokratische Partei in den USA hat nach Ansicht des früheren Präsidenten Bill Clinton mit dem Triumph Barack Obamas einen jahrzehntelangen Kulturkrieg gewonnen. In der Regierungsverantwortung gelte es nun, diesen Sieg nicht mit Parteilichkeit zu verspielen, sagte Clinton am Samstag auf einer Veranstaltung seiner Partei in Richmond im US-Staat Virginia.

Mit Obamas Sieg in der Präsidentenwahl habe sich die politische Basis erstmals seit 1968 wieder für die Demokraten entschieden, sagte Clinton weiter. Dies sei einer Serie von Fehlern der Republikaner sowie der Überzeugung zu verdanken, dass Obama die Lösung für die Probleme der USA sei. Amerika habe sich letztlich zu seiner Vielfalt bekannt und damit zu einer umgekehrten Dynamik, wie sie vom Richard Nixon 1968 das erste Mal eingesetzt worden sei, um Virginia und den Süden zu Hochburgen der Republikaner zu machen.

40-jährige Spaltung

"Wir haben den großen Kulturkrieg gewonnen, der Amerika 40 Jahre lang gespalten hat", sagte der Mann von Außenministerin Hillary Clinton. "Aber bevor wir zu viel feiern, müssen wir erkennen, dass die Leute uns eingestellt haben, um zu führen." Bei der Diskussion um das Rettungspaket für die US-Wirtschaft mahnte er die Partei, sich mehr auf die Lösung des Problems und nicht nur auf die Kosten zu konzentrieren. (APA/AP)

 

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