"Rechte" Tendenzen in Kirche

8. Februar 2009, 08:55
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Maximilian Fürnsinn, Propst des Stiftes Herzogenburg, sieht auch in Verbindungen zum rechten Polit-Rand ein Problem

St. Pölten - Der Propst des niederösterreichischen Stiftes Herzogenburg, Maximilian Fürnsinn, hat vor dem Hintergrund der Rücknahme der Exkommunikation des britischen Bischofs Richard Williamson, der den Holocaust leugnet, vor "rechten" Strömungen in der Katholischen Kirche gewarnt. Gegenüber dem ORF übte Fürnsinn laut Kathpress am Samstag auch Kritik an der traditionalistischen Piusbruderschaft, der Williamson angehört.

"Der Antijudaismus ist in diesen Kreisen Methode. Das ist eine schmerzliche Sache, denn wir dürfen nicht vergessen, dass dieser christlich motivierte Antijudaismus auch ein Stück des Antisemitismus gewesen ist", so Fürnsinn. Das sei deutlich abzulehnen. Der Geistliche warnte auch vor politischen Querverbindungen: "Hier schließt sich schon ein Kreis, dass 'rechte' Gruppen in der Kirche auch immer eine sehr gute Berührung zum 'rechten' Rand in der Politik haben. Das muss man nüchtern sehen. Ich halte das für ein Problem." (APA/red)

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