Abstieg im letzten Match abgewendet

7. Februar 2009, 23:14
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Sieg im Doppel entschied Begegung mit Luxenburg zu gunsten der ÖTV-Damen und verhindert abrutschen in die vierte Leistungsklasse

Tallinn - Österreichs Tennis-Damen-Nationalmannschaft hat am Samstagabend den drohenden Abstieg in die Europa/Afrika-Zone II des Fed-Cups abgewendet. Patricia Mayr und Co. feierten im Abstiegsspiel gegen Luxemburg in Tallinn einen harterkämpften 2:1-Sieg und verbleiben damit in der Zone I. "Der Klassenerhalt war das Minimalziel, den haben wir geschafft. Mit dieser Mannschaft war nicht mehr möglich", sagte ÖTV-Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar.

Im entscheidenden Spiel gegen Luxemburg hatte Melanie Klaffner ihre Auftaktpartie gegen Claudine Schaul mit 0:6,7:5,1:6 verloren. Mayr war deshalb mit einem großen Druck in ihr Einzel gegangen. "Ich bin sehr erleichtert und sehr zufrieden, dass wir mit der jungen Truppe den Klassenerhalt geschafft haben", zog Österreichs Teamleaderin zufrieden Bilanz.

Die 22-jährige Tirolerin musste gegen Mandy Minella zwar einem Satz-Rückstand nachlaufen, setzte sich am Ende aber doch verdient mit 6:7(4),6:2,6:3 durch. "Patricia hat dem Druck standgehalten", war Tesar erleichtert. Im abschließenden Doppel hatten Sandra Klemenschits und Mayr mit Minella/Schaul keine Mühe, fertigten das Duo zweimal mit 6:1 ab. "Sandra Klemenschits hat ein tolles Comeback im Doppel gegeben", freute sich Tesar. Österreich hatte zwar alle drei Gruppenspiele gegen Slowenien, Weißrussland und Dänemark verloren, dabei aber zumindest zwei von drei Doppeln für sich entschieden.

Trotz der teils positiven Bilanz gab es für den ÖTV-Trainer aber auch die ernüchternde Erkenntnis, dass die Jungen noch Zeit brauchen. "Luxemburg war ein gutes Los, sie waren sicher die schlechteste Mannschaft des Turniers", meinte Tesar. In Zukunft hofft er, wieder ein schlagkräftigeres Team ins Rennen schicken zu können. Die Spielerinnen sollen sich entweder fix für oder gegen den Fed Cup entscheiden, dass Spielerinnen nur zu Hause antreten und sich Auswärtsreisen ersparen wollen, soll es in Zukunft jedenfalls nicht mehr geben.

Mayr bestreitet in der kommenden Woche kein WTA-Turnier, am Donnerstag geht es nach Kolumbien, wo sie ab 16. Februar in Bogota aufschlagen wird. (APA)

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    Sandra Klemenschits war bei ihrem Daviscup-Comeback ein Lichtblick.

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